BAZENHEID: «Gärtlidenken» war gestern

Die 77 Stimmberechtigten bewilligten an der Kirchbürgerversammlung 960000 Franken zur Aussensanierung und Innenreinigung der Kirche St. Josef. Erfreulich gestalte sich im Pastoralteam die personelle Situation.

Beat Lanzendorfer
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Bazenheider Kirchenverwaltungsrat: Nicole Ott, Silvia Scherrer, Joseph Koch, Präsident, Köbi Helg, Markus Frick (von links). (Bild: Beat Lanzendorfer)

Bazenheider Kirchenverwaltungsrat: Nicole Ott, Silvia Scherrer, Joseph Koch, Präsident, Köbi Helg, Markus Frick (von links). (Bild: Beat Lanzendorfer)

Beat Lanzendorfer

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toggenburgmedien.ch

Vor zwei Jahren hat der Kirchenverwaltungsrat unter dem Vorsitz seines Präsidenten Joseph Koch angekündigt, dass die Sanierung der Fassade der Kirche ins Auge zu fassen sei. In den vergangenen 24 Monaten ist das Geschäft unter der Leitung von Köbi Helg, der im Rat für die Bauten zuständig ist, und mit dem Fachwissen des Beraters Gian Luzio so vorbereitet worden, dass den Stimmberechtigten am Montag der ­Kreditantrag in der Höhe von 960000 Franken vorgelegt werden konnte.

Konkret sind diverse Flächen des Fassadenputzes schadhaft oder bereits abgeblättert. Mit der Sanierung der Pfarrkirche will man verhindern, dass weitere Teile absprengen und möglicherweise Personen verletzen. Im Zuge dessen hat sich der Kirchenverwaltungsrat entschieden, im direkten Anschluss an die Aussensanierung die Innenwände einer umfassenden Reinigung zu unterziehen. Durch die Raumhöhe der Kirche und besonders dann, wenn die Kirche beheizt wird, verschmieren Staub und Russ durch die natürliche Luftzirkulation Wände und Decken. Der Antrag «Sanierung und Innenreinigung» führte zu keinen Diskussionen und wurde einstimmig gutgeheissen. «Das Gerüst wird nach der Erstkommunion, die am 23. April ist, erstellt. Nach der fünfmonatigen Aussensanierung benötigen wir einen weiteren Monat für die Innenreinigung», erklärte Köbi Helg.

Die weiteren Punkte der Traktandenliste gaben genauso wenig Anlass zu Diskussionen und waren im Rekordtempo abgehandelt.

Ruhige Situation beim Personal

Betreffend personeller Situation war es Joseph Koch ein Anliegen, einige Anmerkungen anzubringen: «Durch den gesundheitlichen Ausfall der Gähwiler Pfarreibeauftragten Bettina Bischof waren Pfarrer Albin Rutz sowie Monika Oberholzer und Jürgen Kaesler stark gefordert. Gemeinsam und mit viel Engagement haben sie den Engpass gemeistert, dafür möchte ich ihnen speziell danken.» Bettina Bischof wird die Seelsorgeeinheit Bazenheid-Gähwil-Kirchberg per Ende März verlassen und eine neue Herausforderung annehmen. Mit der Anstellung des Jugendarbeiters Ermin Schluep, der per Februar ein 60-Prozent-Pensum antrat, wird der Engpass teilweise behoben. Eine weitere Entspannung tritt ein, wenn Pater Columban Züger ab 1. Mai Pfarrer Albin Rutz in liturgischen Belangen entlastet und Pastoralassistentin Katrin Allmendinger, die zurzeit noch in Davos wirkt, am 1. August zum Pastoralteam stossen wird. «Die vertrauensvolle und sehr kollegiale Zusammenarbeit mit Patrick Loepfe und Hans Egli, den beiden Präsidenten der Kirchenräte in Kirchberg und Gähwil, macht Spass», erklärte Joseph Koch am Ende der Versammlung. Das gute Einvernehmen unter­einander dürfte dazu führen, dass sich der in Planung befindliche Zweckverband problemlos errichten lässt. Das abgeschaffte «Gärtlidenken» und die früher nicht immer vorhandene Harmonie untereinander bringt nur Vorteile, was die Kirchgänger der Seelsorgeeinheit mit Wohlwollen zur Kenntnis nehmen dürften. Zur aufgeräumten Stimmung am Abend hat auch der Kinderchor Baze-Spatzä beigetragen, der die Anwesenden zu Beginn der Versammlung mit vier Liedern unterhielt.

Im Anschluss berichtete Präsidentin Agnes Wohlgensinger über das vielfältige Wirken des Pfarreirates. Das «Toggenburger Tagblatt» wird im April detaillierter darüber berichten.