BAZENHEID: (Fern-)Wärme kommt im Frühling

Zwei Themen standen im Eichbüelsaal am Montagabend an der ordentlichen Bürgerversammlung der Dorfkorporation im Fokus: Die Verabschiedung von Verwaltungsrat Emil Heuberger und das Projekt Fernwärme.

Beat Lanzendorfer
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Der Verwaltungsrat der Dorfkorporation Bazenheid (v. l.): Nicole Bernhardsgrütter, Richard Helg, Helena Tarnutzer, Markus Frick, Felix Forster, Präsident, Willi Nagel und Christian Buchegger. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Verwaltungsrat der Dorfkorporation Bazenheid (v. l.): Nicole Bernhardsgrütter, Richard Helg, Helena Tarnutzer, Markus Frick, Felix Forster, Präsident, Willi Nagel und Christian Buchegger. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Über die Verdienste von Emil Heuberger, der 24 Jahre dem Verwaltungsrat der Dorfkorporation angehörte, berichtete das «Toggenburger Tagblatt» in der Ausgabe vom Samstag. Mit mehreren Geschenken, darunter einem von Dorfarchivar Josef Moser angefertigten Bild, einer Bazenheid-Fahne und Reisegutscheinen, ist der 68-Jährige von seinen Kolleginnen und Kollegen offiziell aus seinem Amt verabschiedet worden. Dies zur Vergangenheit.

Die Zukunft heisst Fernwärme. Felix Forster, Präsident der Dorfkorporation, erläuterte deren Geschichte. Vor vier Jahren eine Idee, nahm das Projekt mit der Gründung der IG Fernwärme, der darauffolgenden Machbarkeitsstudie sowie einem Infoabend vor zwei Jahren konkrete Formen an. Mit dem Baubeginn in diesem Frühling in Unterbazenheid setzen die Verantwortlichen einen Meilenstein. «Ich möchte festhalten, dass als Bauherr das Regionalwerk Toggenburg RWT auftritt. Wir von der Dorfkorporation haben das Projekt lediglich angeschoben», erklärte Felix Forster den Grund, weshalb in der Jahresrechnung keine Zahlen betreffend Fernwärme zu finden sind. Er denkt schon weiter und möchte den Hauptast der Fernwärme möglichst zügig der Wilerstrasse entlang Richtung Bahnhof ziehen. «Die Fernwärme kommt dort, wo genügend Interesse vorhanden ist.» Die diversen Teilbereiche der Jahresrechnung präsentieren ohne Ausnahme schwarze Zahlen. So schliesst die laufende Wasserrechnung mit einer Einlage in die Reserve von 139000 Franken ab. Die Rechnung Kommunikation verbucht mit einem Plus von 31000 Franken ebenfalls einen Gewinn. Erfreulich auch die Dorfrechnung, in der jeweils die Vereinsbeiträge verbucht werden. Durch die gute Vermietung des «Hallenbodens» im Ifang konnte Kassierin Nicole Bernhardsgrütter auch hier ein Plus von 10000 Franken ausweisen. Beim Standortfonds, der sich aus der Verzinsung des Kapitals und den Einnahmen des Zweckverbandes Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) sowie der Tiermehlfabrik (TMF) zusammensetzt, unterstützt die Dorfkorporation eine Teilinstrumentierung der Musikgesellschaft, den Bau eines Beachvolleyballfeldes im Ifang und das Jahresprojekt «Kirchberg bewegt 2017». Bei den Investitionen geht der Verwaltungsrat im laufenden Jahr von einem Reservebezug von 69000 Franken aus. Dies darum, weil das Gebiet Eichelmatt erschlossen werden muss, eine neue Netzverbindung in der Zone Norenberg erforderlich ist und die Dorfkorporation Synergien beim Bau der Fernwärme nutzt und ihrerseits ältere Leitungen ersetzt.

In naher Zukunft beschäftigt nicht nur die Fernwärme. Die Dorfkorporation hat sich zum Ziel gesetzt, innert dreier Jahre die 730 mechanischen Wasseruhren, die vor Ort von Hand abgelesen werden, durch digitale zu ersetzen. Felix Forster war es am Ende der Versammlung ein Anliegen, Gabriel Signer, David Egger, Josef Moser und Valentin Burri für die Erstellung der Pa-noramatafel auf dem Lindenhügel persönlich zu danken. Die 176 anwesenden Stimmberechtigten wurden zu Beginn vom Jodelclub Bazenheid-Kirchberg auf die Versammlung eingestimmt. Sie besangen den nahenden Frühling, untrügliches Zeichen, dass der Baubeginn der Bazenheider Fernwärme näherrückt.

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer

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toggenburgmedien.ch