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BAZENHEID: Der «Bären» wird zweigeteilt

Die Dorfkorporation investiert in diesem Jahr rund 550000 Franken in den Ausbau des Glasfasernetzes und in die Erweiterung des Wassernetzes.
Beat Lanzendorfer
Das Hotel-Restaurant Bären beim Bahnhof in Bazenheid. Rechts unten bei der Beschriftung «Flurina Kosmetik» wird in diesem Jahr eine Rezeption mit Frühstücksraum realisiert. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Das Hotel-Restaurant Bären beim Bahnhof in Bazenheid. Rechts unten bei der Beschriftung «Flurina Kosmetik» wird in diesem Jahr eine Rezeption mit Frühstücksraum realisiert. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer@

toggenburgmedien.ch

170 Stimmberechtigte wohnten am Montagabend in der Eichbüelturnhalle der Bürgerversammlung der Dorfkorporation Bazenheid bei. Dies entspricht einem Anteil von 8.3 Prozent aller Stimmberechtigten, die sich über das vergangene Rechnungsjahr informieren liessen. Jene Informationen, welche am meisten interessierten, betrafen die Zukunft des «Bären».

Schwierige Zeit nach der Neueröffnung

Die Anfänge des Gasthauses Bären beim Bazenheider Bahnhof gehen auf das Jahr 1878 zurück. Nachdem die Stimmbürger an der Korporationsversammlung 2010 die Zustimmung zum Kreditantrag über 3,6 Millionen Franken erteilten, kam es nach einer einjährigen Bauzeit zur Neueröffnung im Januar 2012. Die jüngste Vergangenheit stand unter keinem glücklichen Stern. Zwei Pächter brachten dem Bären nicht den gewünschten Erfolg. Negativer Höhepunkt: Am 2. Juni 2016 verhängte das Konkursamt Wil den Konkurs über die Mia GmbH, Pächterin des Restaurants und Hotel Bären. Seither führt die Dorfkorporation als Besitzerin der Immobilie das Hotel in Eigenregie.

Der Nachteil: Das Restaurant wurde geschlossen, die Räumlichkeiten standen den Hotelgästen lediglich noch als Frühstücksraum zur Verfügung. Im Weiteren bestand die Möglichkeit für Vereine und Private, das Restaurant für Anlässe zu mieten – allerdings ohne Gebrauch der Küche.

Dies soll sich ändern. Nachdem sich Jeannine Rütsche (Flurina Kosmetik) entschieden hat, ihr Geschäft aufzulösen und den Mietvertrag nicht zu verlängern, steht der Raum seit Ende 2017 leer. Dies nahm der Verwaltungsrat der Dorfkorporation zum Anlass, das seit Mitte 2016 bestehende Konzept «Eigenregie» zu überdenken. Es geht darum, dem Bären neues Leben einzuhauchen. Es hat zur Folge, dass im bisherigen Raum «Flurina Kosmetik» eine Rezeption sowie ein Frühstücksraum entstehen sollen. «Dies ermöglicht es uns, den Bären zweizuteilen. Zum einen wird der Hotelbetrieb separat geführt, zum anderen soll die Küche im Restaurant wieder in Betrieb genommen werden», erklärt Felix Forster, Präsident der Dorfkorporation.

Mit dieser Massnahme können die Mieter des Raums die Küche nutzen, ohne auf einen Lieferservice zurückgreifen zu müssen. «Vielleicht findet sich auf diesem Weg jemand, der den Bären übernimmt und daraus wieder ein Restaurant macht.» Laut Forster würde auch die Möglichkeit bestehen, Restaurant und Hotel gemeinsam zu führen. Zeitlich ist die Dorfkorporation nicht unter Druck. Durch die gute Auslastung der Zimmer erwirtschaftete die Liegenschaft 2017 einen Gewinn von 42 000 Franken.

Aus der Jahresrechnung ist weiter ersichtlich, dass die Dorfkorporation im abgelaufenen Jahr im Bereich Wasser 143 000 Franken den Reserven zugefügt hat. Bei den Investitionen fallen speziell die 180 000 Franken ins Auge, welche für die Kommunikation (Glasfasernetz) aufgewendet werden. Dieser Betrag wird sich im laufenden Geschäftsjahr auf 350 000 Franken fast verdoppeln. Weiter investiert wird in die Wasserversorgung. Für das Wassernetz (Bräägg, Ifang-, Eichbüel-, Wilerstrasse) sind 200000 Franken vorgesehen.

Ehrung zweier verdienter Mitarbeiter

Die Dorfkorporation Bazenheid sieht sich auch als Förderer und richtet bei entsprechenden Gesuchen Gelder an Vereine und weitere Organisationen aus. In diesem Jahr unterstützt sie das Buch «gastliches Bazenheid», das im Vorfeld des Jubiläums «60 Jahre Dorfkorporation Bazenheid 2019» im Entstehen ist. Einen Betrag erhält auch der FC Bazenheid für die Spielfeldanpassung auf dem Sportplatz Ifang. Laut schweizerischem Fussballverband muss der Abstand von den Linien bis zur Bande drei Meter betragen, was aktuell nicht der Fall ist. Zum Abschluss des Abends ehrte Felix Forster Walter Siegenthaler und Heinz Schrepfer. Die beiden Siebzigjährigen haben sich während Jahren um die Weihnachtsbeleuchtung gekümmert – nun gehen sie in die verdiente Pension.

Gleichzeitig wurde mitgeteilt, dass die revisionsbedürftige Hebebühne nicht ersetzt wird. In Zukunft kümmern sich die Mitglieder des Verwaltungsrates um die Installation der Weihnachtsbeleuchtung.

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