BAZENHEID: Das Leben ist ein Theater

Die Theatergruppe Bazenheid inszeniert beim 40-Jahr-Jubiläum mit «Petri Heil» einen Dreiakter. Eine Geschichte wie aus dem richtigen Leben.

Beat Lanzendorfer
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Auch das gehört dazu: Mitglieder der Theatergruppe Bazenheid beim Nummerieren der «Schöggeli». (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Auch das gehört dazu: Mitglieder der Theatergruppe Bazenheid beim Nummerieren der «Schöggeli». (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer@ toggenburgmedien.ch

Manuela Winteler, Regisseurin der Theatergruppe Bazenheid, Ehemann Thomas und die Kinder Marino und Danilo sind in den Ferien oft im Wohnmobil unterwegs. Ihre bevorzugte Destination ist Schweden. Was sie dort auf den Zeltplätzen erleben, hat die Regisseurin zum Anlass genommen, zusammen mit Vreni Maurer ein Stück zu schreiben, das zum 40-Jahr-Jubiläum der Theatergruppe Bazenheid (TGB) inszeniert wird.

«Unsere Camping-Erlebnisse sind eine Fundgrube komischer, manchmal auch trauriger, vor allem aber lustiger Erlebnisse», sagt Manuela Winteler. Ihr Schmunzeln lässt erahnen, dass sich die Besucher auf Begebenheiten freuen dürfen, wie sie nur das richtige Leben schreibt.

Die Theatergruppe wurde 1977 aus der Taufe gehoben

Heute zählt die TGB rund 40 Mitglieder. Begonnen hat alles 1977, als Albert und Margrit Meile, Martin und Margrit Stadler, Hans Stadler, Karl Wirth und Antoinette Schmidli (gebürtige Graf) der Meinung waren, es sei an der Zeit, wenn im Dorf wieder Theater gespielt wird. «Die Wurzeln gehen auf die katholische Jungmannschaft zurück, welche unter Regisseur Pius Kopp alle zwei Jahre ein Theaterstück aufführte. Als er mit sechzig seinen Rücktritt einreichte, fand sich keine Nachfolgelösung», erklärt Albert Meile, Gründungsmitglied der TGB. «Die Musikgesellschaft und der Turnverein spielten in der Folge bei ihren Unterhaltungen noch etwas Theater, trotzdem drohte die schöne Tradition in Vergessenheit zu geraten.»

Seit der Gründung der Theatergruppe vor 40 Jahren im Restaurant Post (heute Pizzeria Pèro) wird auf den Brettern, welche die Welt bedeuten, wieder alle zwei Jahre ein Stück aufgeführt. Ein Jubiläum bietet Gelegenheit, Danke zu sagen. «Ob alte Hasen oder neue Mitglieder, wir sind wie eine grosse Familie, in der man sich auf jedes Mitglied verlassen kann, dafür bin ich dankbar», sagt Manuela Winteler. Nebst den über 30 Proben, die seit April auf dem Programm standen, galt es, die passende Kulisse herzustellen und vieles weitere zu erledigen. Und zu guter Letzt mussten 6000 Schöggeli mit einer Nummer versehen werden. Die Einnahmen der Tombola dienen dazu, das Budget der Theatergruppe im Lot zu halten, denn schliesslich möchte man die Einwohnerinnen und Einwohner auch in den kommenden Jahrzehnten mit dem Theaterspiel erfreuen.