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BAZENHEID: «Bazenheid ist wie Berlin»

Beim Schulanfangsgottesdienst am letzten Donnerstag verabschiedeten Pfarrer Albin Rutz und Katechetin Monika Oberholzer Jeremias Treu. Der evangelische Pfarrer kehrt in seine Heimat Deutschland zurück.
Beat Lanzendorfer
Katechetin Monika Oberholzer und Pfarrer Albin Rutz (rechts) verabschieden Pfarrer Jeremias Treu. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Katechetin Monika Oberholzer und Pfarrer Albin Rutz (rechts) verabschieden Pfarrer Jeremias Treu. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Gottesdienst vom Donnerstagabend in der Kirche St. Josef zum Thema «Hand in Hand» war Anfang und Ende zugleich. Zum einen standen die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt, die in der rund 45-minütigen Andacht den Segen für das am letzten Montag begonnene Schuljahr erhielten. Zum anderen hiess es Abschied nehmen vom evangelischen Pfarrer Jeremias Treu, der nach vierjährigem Wirken in der Gemeinde Kirchberg aus familiären Gründen nach Deutschland zurückkehrt: «Wir wollen in die Nähe unserer zwei Töchter Luise und Ulrike und der Enkelkinder Ferdinand und Theodor.»

Der 55-Jährige wird am 1. September in Berlin eine Stelle im Amt für kirchliche Dienste antreten und dort mit Konfirmandinnen und Konfirmanden arbeiten. Darüber hinaus bietet er Weiterbildungen für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an und fördert die Arbeit mit jugendlichen Leiterinnen und Leitern. «Es ist eine spannende Tätigkeit, auf die ich mich freue.» Grösser könnten die Gegensätze kaum sein. Er wird vom beschaulichen Kirchberg in die Millionenmetropole Berlin umziehen.

Abschied von vielen lieb gewonnenen Menschen

Offiziell verabschiedet wird Jeremias Treu morgen Sonntag beim «Mitenand-Gottesdienst» um 10 Uhr in der evangelischen Kirche in Kirchberg. «Der Abschied fällt mir und meiner Frau Sigrid nicht leicht», erklärt er im Gespräch. «Wir haben in den letzten vier Jahren ganz viele liebe Menschen kennen gelernt und sind von Beginn weg hervorragend in der Gemeinde aufgenommen worden.» Dies trifft im Besonderen auch auf Bazenheid zu. «Bazenheid ist mit den vielen Einwohnern, die aus verschiedenen Kulturen kommen, wie Berlin», meint er lachend.

Die gegenseitige Wertschätzung kam auch im Gottesdienst am Donnerstag zum Ausdruck, bei dem es sich Albin Rutz und Monika Oberholzer nicht nehmen liessen, dem Scheidenden persönliche Geschenke zu überreichen. Ein Schirm in den Farben des Regenbogens, das Buch «Abenteuer Schweiz» sowie eine Kerze, die ihm und den Menschen, die in Zukunft an seinem Leben teilhaben, den richtigen Weg weisen sollen. Passend zum Thema «Hand in Hand» erhielten die Schülerinnen und Schüler am Ende des Gottesdienstes ebenfalls ein Geschenk – einen Bleistift mit aufgesetztem Radiergummi. Anschliessend luden Albin Rutz, Jeremias Treu und Monika Oberholzer zu Getränk und Wurst auf den Platz beim Pfarreizentrum. Hier blieb Zeit, sich von Jeremias Treu persönlich zu verabschieden.

Die Kirchgemeinden sind zusammengewachsen

Die ökumenische Zusammenarbeit der Reformierten und Katholischen Kirchgemeinden von Bazenheid, Kirchberg und Gähwil wurde in den letzten Jahren stark ausgebaut. So finden jährlich fünf bis sechs ökumenische Gottesdienste statt. Zu den weiteren gemeinsamen Aktivitäten zählen das ökumenische Kirchenkino, der Kafi-Treff für Trauernde, gemeinsame Taizé-Reisen, der Tag der Völker, der in Bazenheid seit 2014 ökumenisch begangen wird, die Jahresschlussandacht, die seit vier Jahren ebenfalls ökumenisch über die Bühne geht, die interkonfessionelle Zusammenarbeit im schulischen Religionsunterricht, ökumenische Projekte im Bereich der Erwachsenenbildung oder der Weltgebetstag der Frauen.

Das katholische Pastoralteam und der reformierte Pfarrer trafen sich mindestens einmal jährlich zu einer gemeinsamen Sitzung. Im Weiteren fanden sich die Verantwortlichen zu vielen Vorbereitungstreffen für die einzelnen Anlässe zusammen. Beide Seiten empfanden diese Zusammenarbeit als grosse Bereicherung.

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