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BAZENHEID: 50'000 statt 925'000 Franken: Eichbüelbach bleibt unsichtbar

Mit dem Bau eines Objektschutzes erfüllt der Gemeinderat die Forderung des Kantons bei der Realisierung des Erweiterungsbaus an der Oberstufe Flurstrasse.
Beat Lanzendorfer
Südlich des Schulhauses, dort, wo aktuell der Schnee liegt, wird ein Schutzwall errichtet, der dafür sorgt, dass bei Hochwasser kein Wasser in das Schulhaus eindringen kann. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Südlich des Schulhauses, dort, wo aktuell der Schnee liegt, wird ein Schutzwall errichtet, der dafür sorgt, dass bei Hochwasser kein Wasser in das Schulhaus eindringen kann. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Ausgangslage ist bekannt: Die Gemeinde Kirchberg benötigt in den kommenden Jahren zusätzlichen Schulraum. Um die Bedürfnisse in Bazenheid abzudecken, ist zum einen bei der Oberstufe Flurstrasse ein Erweiterungsbau, zum anderen ein neues Schulhaus an der Neugasse für die Primarschule geplant. Kostenpunkt: rund 18 Millionen Franken.

Mittlere Gefährdung beim Oberstufenschulhaus

Erschwerend kommt für die Oberstufe Flurstrasse hinzu, dass das bestehende Gebäude gemäss Gefahrenkarte des Kantons St. Gallen in der mittleren Gefahrenzone eingeteilt ist. In der «blauen» Gefährdungszone sei im Ereignisfall eines Hochwassers mit mittleren bis grösseren Beschädigungen an Bauten zu rechnen. Das Bauen sei deshalb ohne spezifische Massnahmen gegen Hochwasser nicht erlaubt.

Bei einem Um- oder Anbau des Schulhauses seien deshalb Hochwasserschutzmassnahmen sowohl für das bestehende Gebäude als auch für den neuen Erweiterungsbau zu treffen.

Ein Nachweis des Objektschutzes als integrierter Bestandteil der Baugesuchseingabe wird gefordert.

Zwei mögliche Varianten sind denkbar

Um die Vorgaben des Kantons zu erfüllen, sind zwei mögliche Varianten denkbar: Offenlegung des Eichbüelbaches oder Objektschutz. Dazu die Erklärung des Kantons: Gemäss «Generelles Bachsanierungskonzept GBK» wird eine Offenlegung des Eichbüelbaches als Sanierungsvorschlag für allfällige Hochwasser vorgeschlagen. Dazu wurde Anfang 2018 ein Vorprojekt erarbeitet, um den Gewässerraum des Baches festzulegen. Kostenpunkt: rund 925'000 Franken. Zum jetzigen Zeitpunkt und im Zusammenhang mit der Schulhauserweiterung muss laut Amt für Wasser und Energie (AWE) der Bach aber nicht zwingend geöffnet werden. Allerdings wird verlangt, dass der Bereich für die Bachoffenlegung für einen späteren Zeitpunkt schon jetzt festgelegt ist. Sollte der Gemeinderat von dieser Variante absehen, wird von Seiten des Kantons zwingend der Nachweis eines punktuellen Objektschutzes für die Erweiterung des Schulhauses gefordert. Kostenpunkt: rund 50'000 Franken.

Stützmauern verhindern Eindringen von Wasser

Angesichts der zu erwartenden Kosten, welche in den kommenden Jahren auf die Gemeinde zukommen (Schulhausum- und -neubauten, Mehrzweckhalle Sonnenhof), soll der Hochwasserschutz durch Objektschutzmassnahmengesichert werden. Konkret heisst dies, dass die in der Gefährdungszone liegenden Gebäudeseiten durch die Erhöhung des bestehenden Terrains in Form von Aufschüttung/Geländeanpassungen respektive ansteigende Erdanpassungen geschützt werden sollen. Mit der Aufschüttung wird verhindert, dass bei einem Hochwasser Wasser auf der südlichen Seite in die Untergeschosse fliessen kann. Zusätzlich soll auf der rechten Seite der Schulhauszufahrt eine geplante Stützmauer verlängert werden. Linksseitig der Zufahrt soll die Mauer genauso verlängert werden. Auf der Westseite des Schulhauses, dort, wo der neue Anbau geplant ist, soll eine Mulde hinter der geplanten Stützmauer die Gefahr bei einem allfälligen Hochwasser bannen. Zu guter Letzt soll rechtsseitig des Schulhauseinganges mit einer Mauer eine Restgefährdung eliminiert werden.

Nach Auskunft von Gemeindepräsident Roman Habrik werden mit diesen Massnahmen die möglichen Auswirkungen eines Hochwassers auf ein Minimum reduziert. «Die Kosten dafür bewegen sich mit 50'000 Franken in einem vernünftigen Rahmen.» Und weiter: «Mit der Variante Objektschutz ist die Bachoffenlegung zumindest mittelfristig kein Thema mehr. Zudem ist mit dem Vorprojekt nun geklärt, in welche Bereiche Stromkabel, Wasserleitungen und die Fernwärmeleitung gelegt werden können, ohne dass sie einer zukünftigen Bachöffnung im Wege stehen», erklärt Gemeindepräsident Roman Habrik abschliessend.

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