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Bayrische Lektion für Anfänger

Kürzlich stand bei mir ein Städtetrip nach München auf dem Programm. Unter anderem besuchte ich mit einem Kollegen das Fussballspiel Bayern gegen Juventus Turin.
Jesko Calderara
St. Gallen - Jesko Calderara Redaktion Appenzell (Bild: Jesko Calderara)

St. Gallen - Jesko Calderara Redaktion Appenzell (Bild: Jesko Calderara)

Kürzlich stand bei mir ein Städtetrip nach München auf dem Programm. Unter anderem besuchte ich mit einem Kollegen das Fussballspiel Bayern gegen Juventus Turin. Am frühen Nachmittag vor der Champions-League-Partie schlenderten wir durch die Innenstadt der Weltmetropole. Mitten in der Touristenhochburg, zwischen Marienplatz und Viktualienmarkt, gingen wir essen. In einem typisch bayrischen Lokal, wo vor allem Juve-Fans und asiatische Touristen, aber kaum Einheimische, verkehrten. Weisswürste bestellte ich zum Weissbier keine. Wer dies nach 11 Uhr tut, outet sich als kulinarischer Banause. So lautet eine Faustregel, die angeblich nicht mehr ganz so streng gehandhabt wird wie früher.

Sie könne uns Pflanzerl als regionale Spezialität empfehlen, sagte die freundliche Bedienung im breitesten bayrischen Dialekt. «Wir haben Enten-, Hirsch-, Forellen- und Rote-Bete-Pflanzerl auf der Speisekarte.» Diese Speise gehöre seit Jahrhunderten zur Wirtshauskultur in Bayern, schwärmte sie uns vor, ohne zu erwähnen, was ein Pflanzerl überhaupt ist. Weil wir nicht als Ahnungslose dastehen wollten, bestellten wir voller Überzeugung Hirschpflanzerl.

Beim Warten auf den Hauptgang zückte meine Begleitung aus Neugier das Smartphone und recherchierte in einem Online-Wörterbuch mit bayrischen Ausdrücken. Nach kurzer Suche fanden wir die Antwort auf unser Verständigungsproblem: Pflanzerl sind Frikadellen oder Hacktätschli, wie sie hierzulande heissen. Eine Spezialität, die ich selbstverständlich kenne. So verschieden ist ja die bayrische Küche gar nicht von der unsrigen. Jedenfalls nicht so verschiedenen wie die beiden Dialekte.

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