Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

BAUSTELLE: Provisorische Strasse für Bau des Tunnels

In Neudietfurt ist der Anschluss der Umfahrung Bütschwil an die Umfahrung Lichtensteig im Bau. Weil der Tagbautunnel unter der heutigen Kantonsstrasse verlaufen wird, muss eine provisorische Umfahrung gebaut werden. Es gibt eine Phase mit Einspur.
Martin Knoepfel
Zwei Elemente des Stahlrohres werden zusammengeschweisst. Rechts die Presse, die die Rohre dann nach links in den Untergrund drücken wird. Die Rohre besorgen die Entwässerung des Tunnels Bahnhof.

Zwei Elemente des Stahlrohres werden zusammengeschweisst. Rechts die Presse, die die Rohre dann nach links in den Untergrund drücken wird. Die Rohre besorgen die Entwässerung des Tunnels Bahnhof.

Martin Knoepfel

martin.knoepfel

@toggenburgmedien.ch

Bei der Umfahrung Bütschwil hat der Bau des südlichsten Tunnels begonnen. Es handelt sich um den Tagbautunnel Neudietfurt. Er wird vom Anschluss Neudietfurt zum gleichnamigen Restaurant führen und dann unter der Kantonsstrasse verlaufen, bis er beim Pumpenhaus an der Unteren Rittbergstrasse endet. Der Tunnel wird rund 300 Meter lang. Vom Nordportal des Tunnels aus erreicht die Umfahrung Bütschwil die Thurbrücke bei Michelau. Bevor allerdings das Erdreich für den Tagbautunnel unter der heutigen Kantonsstrasse ausgehoben werden kann, muss eine provisorische Umfahrungsstrasse fertiggestellt sein. Sie führt von der Kantonsstrasse zur Oberhelfenschwilerstrasse.

Während des Baus des Tagbautunnels wird der Verkehr über diese provisorische Strasse umgeleitet. Im Dezember wird es ­allerdings eine kurze Phase von einspuriger Verkehrsführung mit einem Lichtsignal geben, die zu Staus führen wird. Der Grund liegt darin, dass in der Oberhelfenschwilerstrasse eine Hilfsbrücke eingebaut wird. Die Landstrasse wird, wenn der Tunnel einmal erstellt ist, wieder an den ursprünglichen Ort zurückverlegt. Das «Toggenburger Tagblatt» besuchte die Baustelle in Begleitung des Leiters Kunstbauten im kantonalen Tiefbauamt, Ruedi Vögeli.

Im Bau ist auch der Anschluss Neudietfurt, wo die Umfahrung Bütschwil in die Umfahrung Lichtensteig übergehen wird. Wie Ruedi Vögeli erläutert, soll es gemäss einem Regierungsratsbeschluss auf der Kantonsstrasse ins Toggenburg nur T-förmige – wie in Engi bei Bütschwil – oder kreiselförmige Anschlüsse geben. Der Grund liege darin, dass es sich bei der Kantonsstrasse ins Toggenburg um eine Serie von Ortsumfahrungen und nicht um eine Schnellstrasse handle. Aus Platzgründen sei in Neudietfurt hingegen nur ein kreuzungsfreier Anschluss möglich. Der nördliche Einschnitt des Tagbautunnels ist schon teilweise ausgehoben. Beim Besuch dieser Zeitung bohren Maschinen Löcher für Sprengungen oder für Stahlelemente, die in die Wände des Einschnitts einbetoniert werden und diesen so stabilisieren.

Die Bauarbeiten in Neudietfurt kommen laut Ruedi Vögeli gut voran. Das hänge nicht nur mit dem guten Wetter zusammen, sondern auch damit, dass die Baustelle gut organisiert worden sei, sagt Ruedi Vögeli und lässt durchblicken, dass es auch andere Baustellen gibt.

Verzögerung beim Tunnel Bahnhof

Eine Verzögerung gibt es hingegen beim Tunnel Bahnhof in Bütschwil. Das Johannisbächli fliesst künftig in einem Düker, eine Art grosser Syphon, in zehn Metern Tiefe unter dem Tunnel hindurch. Der Bau des Dükers kam allerdings nicht voran, bis eine Spezialfirma aus der Innerschweiz die Aufgabe übernahm. Die gleiche Firma baut auch die Entwässerung für den Tunnel Bahnhof. Mit einer hydraulischen Presse drückt sie ein Rohr aus Stahlelementen in den Untergrund. Die Stahlelemente sind je rund zwei Meter lang. Wenn der Vortrieb weit genug gediehen ist, wird ein neues Element in die Grube hinabgelassen und ans Ende des Rohres geschweisst. Im Rohr befindet sich ein Bohrer, der das Erdreich laufend abträgt und mit einer Förderschnecke hinausbefördert. Weil die alten Rohre des Johannisbächleins noch nicht abgehängt werden konnten, konnte die Grube des Tagbautunnels Bahnhof nicht auf der ganzen Länge ausgehoben werden. Ein Teil des Tunnels Bahnhof ist schon gedeckt, während dazwischen noch ein Loch im Deckel klafft. Ruedi Vögeli versichert, dass der Rückstand die Inbetriebnahme der Umfahrung Bütschwil, die für 2020 geplant ist, nicht verzögern werde. Hingegen kann ein Teil des Aushubs des Tunnels Neudietfurt nicht wie geplant über die Umfahrung Bütschwil abtransportiert werden. Zudem seien noch Lockerungssprengungen im Tunnel Bahnhof nötig.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.