Baustelle Haselacker im Zeitplan

BRUNNADERN. Nach dem Abriss des alten Schulhausteils im Herbst schreiten die Arbeiten am Neubaubereich des Schulhauses Haselacker in Brunnadern sichtbar voran. Seitens der Schulgemeinde und des Architekturbüros ist man zufrieden.

Nadine Rydzyk
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Die Arbeiten am Neubaubereich des Schulhauses Haselacker in Brunnadern schreiten gut voran. (Bild: Thomas Geissler)

Die Arbeiten am Neubaubereich des Schulhauses Haselacker in Brunnadern schreiten gut voran. (Bild: Thomas Geissler)

Der Neubauteil des Schulhauses Haselacker in Brunnadern wurde in den vergangenen Tagen aufgerichtet. Der in Modulbauweise erstellte Holzbau steht nach nur drei Tagen und ist bereit für den Innenausbau. Nach dem eigentlichen Baustart für den Neubau im Februar zeigen sich nun rasante Fortschritte. Anders als die teilweise laut gewordenen Befürchtungen innerhalb der Bevölkerung vermuten liessen, liegt man damit im Zeitplan des Um- und Neubaus.

Nur scheinbarer Stillstand

Nachdem in den Herbstferien der Abriss des alten Schulhausteils durchgeführt werden konnte, schien an der Baustelle lange nichts zu passieren. Dieser Umstand sorgte für Kritik in der Bevölkerung. Doch auch wenn äusserlich kein Voranschreiten erkennbar war, lief durchaus sehr viel, wie der zuständige Architekt Hans Ruedi Stutz und Schulrat Christian Roth bestätigen können. «Nach der Genehmigung des Projektes im März 2014 lagen kurz vor den Herbstferien die nötigen Baubewilligungen vor», erklärt Hans Ruedi Stutz. Damit konnte der Abriss des alten Schulgebäudes stattfinden, womit zunächst ein optisches Loch entstand. «Danach waren wir erst einmal damit beschäftigt, die nötigen Provisorien und Abtrennungen zur Baustelle zu errichten, damit der Schulbetrieb möglichst störungsfrei weiterlaufen konnte. Diese Abstimmung ist bei dem Bau strategisch sehr aufwendig.»

Rücksicht auf Schulunterricht

Auch Christian Roth betont, dass aufgrund des Unterrichts besondere Rücksicht geboten ist. «Viele Arbeiten können bei einem solchen Projekt nur während der Schulferien stattfinden, da sowohl der Baulärm in Grenzen gehalten werden muss als auch Platz- und Sicherheitsfragen immer mit berücksichtigt werden müssen.» Zudem lagen die Arbeiten alles andere als still. Die witterungsbedingt unsichere Zeit während der Wintermonate wurde genutzt, um die Fernwärmeanlage im Mehrzweckgebäude mit zusätzlichen Speichern auszurüsten. Sie wird später auch das Schulhaus versorgen.

Eine besondere Herausforderung stellte in diesem Zusammenhang auch die Vorbereitung der Anschlüsse zwischen dem Alt- und Neubau dar. Die Übergänge an die bestehende Substanz waren aber auch ganz generell eine Knacknuss, da hier zahlreiche Höhendifferenzen sinnvoll überbrückt und der Gesamtkomplex durch eine Liftanlage auch im Rahmen der Vorschriften zur Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden ausgestattet werden musste.

Entsprechend ist auch das Treppenhaus, welches die beiden Gebäude zu einem Komplex verbinden wird, eine der grossen Herausforderungen, der man sich angesichts der Rücksichtnahme auf den laufenden Unterricht erst in den Sommerferien abschliessend annehmen wird.

Kritik an WC-Provisorien

Für Kritik sorgten auch die provisorischen Sanitäranlagen, welche die Toiletten ersetzten, die sich im abgerissenen Gebäudeteil befanden. Eine Aufsichtsbeschwerde beim Kanton gegen die provisorische WC-Anlage wurde aber abgelehnt. Die hygienischen Bedenken konnten widerlegt und die getroffenen Vorkehrungen als verantwortungsvoll umgesetzt eingestuft werden. «Die eingesetzten mobilen Toiletten sind bei Umbauten auch in Schulen durchaus oft im Einsatz und haben sich nicht nur praktisch, sondern auch finanziell als optimale Lösung erwiesen», erklärt Hans Ruedi Stutz.

«Wir liegen im Plan»

«Ich verstehe die Irritationen in der Bevölkerung, da zwischen November und Februar nichts sichtbar passiert ist. Ich kann aber sagen, dass wir zeitlich genau im Plan liegen», lässt er weiter wissen. Christian Roth ergänzt, dass man aller Voraussicht nach sogar vor dem eigentlichen Plan fertig sein wird. Zudem ist mit einer etappenweisen Freigabe des Neubaus zu rechnen, der zu den Herbstferien voll bezugsbereit sein soll. Die angestrebte Einheit von Alt- und Neubau ist bereits jetzt deutlich erkennbar und wird durch die ebenfalls bald installierte Photovoltaikanlage auf der gesamten südlichen Dachfläche noch unterstrichen werden. Nach der Fertigstellung des Neubaus werden noch die Sanierungsarbeiten im Altbaubereich erfolgen.

Architekt Hans Ruedi Stutz (rechts) und Schulrat Christian Roth sind zufrieden mit dem Voranschreiten der Bauarbeiten.

Architekt Hans Ruedi Stutz (rechts) und Schulrat Christian Roth sind zufrieden mit dem Voranschreiten der Bauarbeiten.