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Bauschutt muss sofort weg

An der Heidenerstrasse wird gebaut. Die Baumaterialien werden achtlos in den Wald geworfen. Die Bevölkerung ist irritiert. Auf Nachfrage hat die Gemeinde reagiert und interveniert. Das Bauunternehmen muss nun seine Praxis ändern.
Alessia Pagani
Seit einiger Zeit wird der kleine Wald oberhalb des Schulhauses Steig als Abstellplatz für Baumaschinen und als Lagerplatz für Bauschutt verwendet. (Bild: Henrik Jochum)

Seit einiger Zeit wird der kleine Wald oberhalb des Schulhauses Steig als Abstellplatz für Baumaschinen und als Lagerplatz für Bauschutt verwendet. (Bild: Henrik Jochum)

RORSCHACHERBERG. Spaziergänger im Rorschacherberg sind besorgt. Seit mehreren Wochen dient ein kleines Waldstückchen oberhalb des Schulhauses Steig als Deponie für Baumaterialien und Bauschutt. Im grünen Idyll belegen Asphaltbrocken und Kies den Waldboden genauso wie Eisenstangen und hölzerne Absperrlatten. «Gar kein schöner Anblick», sagt eine Frau im Vorbeigehen. Es geht die Befürchtung um, dass die «Abfallberge» nie mehr verschwinden und schliesslich einfach im Boden verscharrt werden.

Platz gezielt gewählt

Eine Nachfrage bei der Gemeindeverwaltung Rorschacherberg bringt Aufklärung. Laut Gemeindeschreiber Philipp Hengartner stammen die Materialien von der Baustelle an der Heidenerstrasse. Das Stückchen Wald wurde gemäss Hengartner vom Bauunternehmen gezielt gewählt: «Die Baustelle liegt auf einem Schulweg. Die Kinder müssen an der Baustelle vorbei, die Strasse und das Trottoire sind eng, die Situation unübersichtlich.» Deshalb sei der Installationsplatz vom Unternehmer absichtlich in den Wald verlagert worden. Die Bauverwaltung habe dem Bauunternehmen bei der Zivilschutzanlage Steig einen Platz zur Verfügung gestellt, wo sie ihre Materialien während der Arbeiten lagern könne. Dass zusätzlich im Wäldchen ein Baustellen-Installationsplatz benutzt wird, habe der Leiter des Tiefbauamtes erst nachträglich erfahren. «Der Bauunternehmer hat mit dem Grundeigentümer eine Vereinbarung geschlossen, wonach dieser seine Materialien temporär im Wald lagern darf», sagt Hengartner. Nach den Arbeiten in geschätzt einem halben Jahr dürfe kein Material im Wald zurückbleiben.

Gemeinde zeigt Reaktion

Nach Recherche des Tagblatts hat die Gemeinde Rorschacherberg zwischenzeitlich reagiert. Der Leiter des Tiefbauamtes hat sich gestern nachmittag dazu entschieden, die Situation zu entschärfen. Heisst: Das Bauunternehmen ist verpflichtet, das Baumaterial in den kommenden Tagen aufzuräumen und wenn möglich in Hochmulden umzuladen. Der Umschlagplatz selbst wird also wahrscheinlich trotzdem bleiben, wo er ist.

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