BAURECHT: Einstimmiges Ja zum Hoferbad

Die Innerrhoder Bauern fällen einen Entscheid, der zu erschwinglichem Wohnraum auf dem Areal Hoferbad führen wird. Sie wählen einen neuen Präsidenten und ein Vorstandsmitglied.

Monika Egli
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Walter Mock, Vizepräsident, Sepp Neff, abtretender Präsident, Bruno Schürpf, neues Vorstandsmitglied, Sepp Koch, neuer Präsident. (Bild: EG)

Walter Mock, Vizepräsident, Sepp Neff, abtretender Präsident, Bruno Schürpf, neues Vorstandsmitglied, Sepp Koch, neuer Präsident. (Bild: EG)

Monika Egli

monika.egli

@appenzellerzeitung.ch

«Das ist ein historischer Jahrhundertentscheid» kommentierte Präsident Sepp Neff, Rüti, das Ja der Versammlung zum Baurechtsvertrag Hoferbad mit dem Kanton. Es geht dabei um ein Areal von rund 3400 m2, auf welchem heute unter anderem der Landi-Laden und die Mühle stehen. Der Quadratmeterpreis beträgt 650 Franken. Der Kanton übernimmt das Grundstück für die Dauer von 100 Jahren per Januar 2018. Hier, in der Kernzone, soll preisgünstiger Wohnraum entstehen. Der Kanton wird jedoch nicht als Bauherr auftreten; er sucht noch einen Bauträger. Der Bauernverband hat dabei eine Art Vetorecht. Vor der Abstimmung entspann sich noch eine kurze Diskussion zum Baurechtszins, der mindestens bei 2,25 Prozent oder knapp 50000 Franken pro Jahr liegen muss.

«Die Vorgaben des Bauernverbandes sind mit dem vorliegenden Vertrag mit dem Kanton erfüllt», sagte ein nach dem einstimmigen Ja sichtlich erfreuter Präsident.

Sepp Koch übernimmt den Verband

Sepp Neff hatte auf die Versammlung hin seinen Rücktritt eingereicht. Er war 2001 in den erweiterten Vorstand gewählt worden, übernahm 2007 das Amt des Vizepräsidenten und 2009 das Präsidentenamt. Für seinen unermüdlichen Einsatz wählte ihn die Versammlung zum Ehrenmitglied. Die verbleibenden Vorstandsmitglieder, nämlich Vizepräsident Sepp Koch, Gonten, Albert Fässler, Kau, Pius Neff, Schlatt, Sepp Fässler, Schwende, Walter Mock, Gonten, und Bruno Bischofberger, Oberegg, bestätigte die Versammlung in globo, als neues Mitglied wählte sie Bruno Schürpf, Haslen. Einstimmig kamen die anschliessenden Wahlen zustande: Sepp Koch wurde zum Präsidenten, Walter Mock zum Vizepräsidenten bestimmt. Auch die Revisoren Albert Neff und Bruno Fritsche wurden bestätigt.

Die statutarischen Traktanden passierten problem- und diskussionslos. Die erstaunlich geringe Anzahl an stimmberechtigten Bauern – es waren weit mehr Gäste, Delegierte und Bäuerinnen anwesend – genehmigten Jahresbericht, Protokoll und die Jahresrechnung, die mit einem Gewinn von 37000 Franken schloss. Der Jahresbeitrag wird bei 50 Franken belassen; er sei einer der tiefsten in der ganzen Schweiz, wie Sepp Neff sagte.

Zum Vorschlag, im kommenden Jahr die Versammlung statt wie bisher an einem Samstagmorgen am Freitagabend durchzuführen, sagten die Bauern Ja, was ein Teil der anwesenden Bäuerinnen (siehe Kasten) mit Applaus quittierten.