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Baumwipfelpfad Neckertal – eine Mogelpackung?

Baumwipfelpfad Neckertal
Walter Sohm Tunnelstrasse, 9125 Brunnadern

Baumwipfelpfad Neckertal

Am 8. Mai 2014, als im Toggenburger Tagblatt ein erster grösserer Artikel zum Baumwipfelpfad (kurz: Bawipf) erschien, wurde noch von einem Mittelbedarf von drei Millionen Franken, von Eintrittspreisen von 8 bis 12 Franken (heute bei 3,8 Millionen Franken resp. 14 Franken) sowie von 120 Parkplätzen geschrieben. Damals schrieb die Gemeindepräsidentin, dass ein solches Projekt von der Gemeinde nur unterstützt werden könne, wenn ein klares Bekenntnis der Bevölkerung vorliege. Wie es scheint, soll die Bevölkerung nun doch nicht mehr über den vom Gemeinderat im Frühling beschlossenen Finanzbeitrag von 150 000 Franken (zzgl. 100 000 an Arbeitsleistungen) einzeln abstimmen können: Es wird nur noch im Rahmen des Budgets «informiert»; eine Ablehnung nur möglich über die Budgetrückweisung.

Im April 2016 sagte dazu Werner Ackermann, Präsident der Genoss. Baumwipfelpfad Neckertal, in einem Interview mit TVO (s. a. Webseite Bawipf), dass «sie das Projekt Bawipf möglichst auf privater Basis finanzieren möchten, um nicht die Hürde über Kantonsrat und Abstimmung im Kanton nehmen zu müssen». Aha, also Angst vor der Öffentlichkeit? – Diese dürfte nicht unbegründet sein, finden sich doch die wahren Nutzniesser alleine in der IG Holz Neckertal, die dieses Projekt wohl doch nicht so uneigennützig angestossen hat, sowie bei den am Bau beteiligten Holzbauunternehmen (in Genoss.-Vorstand prominent vertreten).

Bei eingehendem Projektstudium kommt man zum Schluss, dass ein reeller Nutzen für Ort und Region kaum erwartet werden kann. Die Zeche für Defizite in Unterhalt und Betrieb wird wohl schon bald die Allgemeinheit bezahlen dürfen: 120 Parkplätze für 130 Besucher am Tag, 14 Franken Eintrittsgebühr, 30 000 Besucher im Jahr, damit es rentiert? Wohl kaum eine realistische Rechnung. Noch Fragen? Dann kommen Sie auch an die Budgetvorversammlung vom 9. November.

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