Baukredit für Altersheim angenommen

MOSNANG. Die Bürgerschaft von Mosnang hat gestern an der Urne über den Kredit zu Erweiterung und Umbau des Alters- und Pflegeheims Hofwis abgestimmt. Dem Baukredit über sechs Millionen Franken wurde zugestimmt. Ein Viertel wird durch Steuergelder finanziert.

Martina Signer
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Der bestehende Anbau wird auf allen drei Geschossen erweitert und das Kerngebäude komplett saniert. (Bild: Martina Signer)

Der bestehende Anbau wird auf allen drei Geschossen erweitert und das Kerngebäude komplett saniert. (Bild: Martina Signer)

Mit der Deutlichkeit von 617 Ja- zu 184 Neinstimmen wurde der Baukredit für die Erweiterung und den Umbau des Alters- und Pflegeheims Hofwis an der Urne angenommen. Gemeindepräsident Bernhard Graf ist zufrieden mit dem Ergebnis, das im Gemeinderat so erwartet worden ist. «Im Grundsatz war das Projekt nicht bestritten, dies hat sich nun an der Urne gezeigt», sagte er gegenüber unserer Zeitung. Als nächste Schritte werden das Baubewilligungsverfahren und die Arbeitsausschreibungen in die Wege geleitet.

Erweiterung und Umbau

Erweiterung und Umbau wurden aus verschiedenen Gründen nötig. Die Bevölkerungsprognose zeigt auf, dass immer mehr ältere Menschen in Mosnang wohnen. Dieser demographischen Entwicklung möchte man entgegenwirken, indem man das Alters- und Pflegeheim ausbaut. Im Grundsatz werden vor allem die Zimmer im Altbau aus dem Jahr 1982 um eigene Nasszellen erweitert. Die Zimmergestaltung wird somit an die heutigen Bedürfnisse der Bewohner angepasst. Denn sie sollen in der «Hofwis» ein neues Zuhause finden. Die eigenen Nasszellen ermöglichen mehr Privatsphäre. Der Raum, der dazu nötig wird, kommt aus einzelnen Bewohnerzimmern, die dafür aufgehoben werden. Um die Anzahl an Zimmern erhalten zu können, wird deshalb eine Erweiterung nötig. Dieser wird an den Erweiterungsbau aus dem Jahr 2006 angebaut. Eine weitere, wesentliche Änderung im Altbau stellt die Vergrösserung des Liftschachtes dar. Dieser Umbau ermöglicht die bequemere Nutzung des Lifts mit Rollator oder Rollstühlen.

1,5 Millionen Steuergelder

Zusammengefasst wird mit den sechs Millionen Franken der Erweiterungsbau sowie die Sanierung des Kerngebäudes finanziert. 25 Prozent, also rund 1,5 Millionen Franken, werden dem allgemeinen Haushalt belastet, weil der Betrieb auf Rechnung der Gemeinde geführt wird. Die restlichen 75 Prozent, also voraussichtlich 4,5 Millionen Franken gehen zulasten des Betriebs. Mit dem Bauprojekt wird das Angebot an Pflegeplätzen leicht erhöht und in der Qualität deutlich verbessert. Daraus sind laut Gutachten Mehreinnahmen zu erwarten. Mehrkosten entstehen durch die Verzinsung und die Amortisation des Baukostenanteils von 75 Prozent. Zudem werden Betriebs- und Personalkosten leicht ansteigen. Man rechnet mit einem Mehraufwand von rund 340 000 Franken. Die Mehreinnahmen hängen von der Zimmerbelegung ab, dürften aber rund 358 000 Franken betragen.

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