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Bauern unterstützen Regierungsrat Stricker: Er soll Ausserrhoder Landammann werden

Der Bauernverband Appenzell Ausserrhoden unterstützt Alfred Stricker als Landammann sowie Yves Noël Balmer und Hansueli Reutegger als neue Regierungsräte. Das haben die Delegierten an ihrer ausserordentlichen Versammlung entschieden.
Martin Brunner
Die Kandidaten: Yves Noël Balmer, Alfred Stricker und Hansueli Reutegger (von links) stellen sich am 10. Februar der Wahl. (Bild: Martin Brunner)

Die Kandidaten: Yves Noël Balmer, Alfred Stricker und Hansueli Reutegger (von links) stellen sich am 10. Februar der Wahl. (Bild: Martin Brunner)

Am 10. Februar stehen im Kanton Appenzell Ausserrhoden Gesamterneuerungswahlen an. Da Matthias Weishaupt und Köbi Frei nach drei Amtsperioden nicht mehr antreten können, gilt es, für den Regierungsrat einen neuen Landammann und zwei neue Mitglieder der Regierung zu finden.

Für die Leitung der Regierung stellt sich der bisherige Regierungsrat und parteiunabhängige Landwirt Alfred Stricker aus Stein der Wahl. «Mir ist es ein Anliegen, eine stabile Führung zu garantieren, die Ordnung in unserem Kanton aufrecht zu erhalten und in unserem Gremium die Entscheide mit Konsens zu fällen», sagte er vor den Ausserrhoder Bäuerinnen und Bauern an der ausserordentlichen Delegiertenversammlung. Er hob aber auch die Bedeutung der bäuerlichen Familienbetriebe und einer existenzsichernden Landwirtschaft hervor. Immer mehr Vorschriften und Einschränkungen seien nicht hilfreich. Die Bäuerinnen und Bauern empfehlen ihn zur Wahl als neuen Landammann.

Zwei weitere Kandidaten

Ein neuer Kandidat für die Regierung ist der Schwellbrunner Gemeindepräsident Hansueli Reutegger von der SVP. Er sieht im Regierungsrat ein Gremium mit Loyalität und Kollegialität. «Nur die Meinungsvielfalt bringt uns weiter», sagte er. «Dafür müssen wir präsent sein in der Bevölkerung und offene Ohren für deren Anliegen haben.» Für ihn war klar, dass die Landwirtschaft Entwicklungsmöglichkeiten haben muss, damit sie überleben kann. Es gelte, die Vielfalt zu pflegen.

Yves Noël Balmer aus Herisau gehört als abtretender Präsident der SP dem Kantonsrat an und stellt sich ebenfalls neu der Wahl. Er lobte vor allem das Mehrparteiensystem in der Regierung. «Damit sind alle Bevölkerungsschichten in der Regierung vertreten», erklärte er. Der Marketingleiter im Onlinehandel wünscht sich eine zukunftsfähige Landwirtschaft, in der sich die Bauernfamilien bewegen können. Beide erhielten die Zustimmung der Bäuerinnen und Bauern.

Dölf Biasotto und Paul Signer komplettieren das fünfköpfige Kandidatenteam. Der für die Landwirtschaft zuständig Biasotto beurteilte das Paket der Agrarpolitik ab dem Jahr 2022 (AP 22+) im Grundsatz als ausgewogen. Aber er sah zum Beispiel keine Notwendigkeit, die Ausbildungskriterien als Grundlage für die Direktzahlungen zu verschärfen. «Das eidgenössische Fähigkeitszeugnis genügt», betonte er. «Viel wichtiger sind die Begeisterung für den Beruf und neue Ideen.» Bei der möglichen Einführung einer beruflichen Vorsorge für Ehepartner war für ihn klar, dass dies die private Sache der Bauernfamilien sei, die den Staat nichts angehe. In der Vorlage zur zweiten Etappe des Raumplanungsgesetzes (RPG2) begrüsste Biasotto den Vorrang der Nutzung von Gebäuden durch die Landwirtschaft. Auch die Aufnahme von neuen Produktionszweigen wie Fisch- und Insektenzucht sei positiv. Gesamthaft fragte er sich aber, ob das RPG2 einen Mehrwert bringe.

Support für alle vier Obergerichtskandidaten

Für die vakanten Sitze im Obergericht entschieden sich die Bäuerinnen und Bauern für die vorgeschlagenen vier Männer. Es sind dies Rolf Breu aus Heiden, Ralf Kläger aus Herisau, Meinrad Müller aus Niederteufen und Markus Schneider aus Teufen.

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