Bauern nominieren Bäuerin als Regierungsrätin

Der Bauernverband Appenzell Ausserrhoden schickt Ingeborg Schmid, Bühler, ins Rennen – nicht einstimmig: Paul Signer, Herisau, erzielt einen Achtungserfolg.

Monika Egli
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HERISAU. Für die Nachfolge des zurücktretenden Ausserrhoder Landammanns Hans Diem stehen drei Personen zur Wahl: Ingeborg Schmid, SVP, Bäuerin und Gemeindepräsidentin von Bühler; Paul Signer, FDP, Gemeindepräsident von Herisau und Kantonsrat; Samuel Büechi, Grüne, Naturforscher und Unternehmer von Trogen. Am Montag hatten sie sich in Gais der Delegiertenversammlung des kantonalen Bauernverbands zu stellen.

Fast alle für Ingeborg Schmid

In der Vorstellungsrunde fiel vor allem Samuel Büechi auf, scheute er sich doch nicht, mit den Bauern auf Konfrontation zu gehen. So hat es ihn selber wohl auch nicht erstaunt, dass er letztlich keinen einzigen Anhänger fand. Erwartungsgemäss entschieden sich die Landwirte für eine der ihren: Ingeborg Schmid wurde als offizielle Kandidatin nominiert. Sie schaffte es allerdings nicht, alle Stimmen auf sich zu vereinen; neun davon heimste Paul Signer ein – für einen nichtbäuerlichen FDP-Kandidaten ein beachtliches Ergebnis.

Einstimmig für Koller

Regierungsrätin Marianne Koller, FDP, Teufen, stellt sich als einzige Kandidatin für das Amt des Landammanns zur Verfügung. Die Volks- und Landwirtschaftsdirektorin erhielt einstimmige Unterstützung. Auch die Kandidaten für die beiden freiwerdenden Sitze im Obergericht, Heinz Zingg, Rehetobel, und Christian Wild, Speicher, wurden mit klarem Mehr nominiert. Die Wahlen finden am 3. März statt.

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