Bauer Willi, ledig, sucht…

Wer wollte, konnte sich am Sonntagnachmittag in Ebnat-Kappel im wahrsten Sinne des Wortes auf das neue Jahr einstimmen. Zum Neujahrskonzert spielte die Brandhölzler Striichmusig auf.

Thomas Geissler
Drucken
Teilen
Die Brandhölzler Striichmusig liefert ein unterhaltsames Neujahrskonzert in der reformierten Kirche Ebnat. (Bild: Thomas Geissler)

Die Brandhölzler Striichmusig liefert ein unterhaltsames Neujahrskonzert in der reformierten Kirche Ebnat. (Bild: Thomas Geissler)

EBNAT-KAPPEL. Das traditionelle Neujahrskonzert der evangelischen Kirchgemeinde Ebnat-Kappel war in diesem Jahr eine musikalische Reise durch den Alpstein. Die Brandhölzler Striichmusig erzählte dabei die heitere Geschichte über den bodenständigen Bauern Willi und dessen Suche nach dem Liebesglück. Angekündigt als «eine musikalische Liebesgeschichte auf 156 Saiten», versprach das Neujahrskonzert heiter und amüsant zu werden.

Auf der Suche nach Liebe

«Da Bauer Willi das Ledigsein satt hat und ihm und seinem Kreiselheuer LT27 eine Liebste fehlt, sucht er via Inserat eine Frau. So beginnt die mit träfen Sprüchen und viel Wortwitz gespickte Liebesgeschichte, die als roter Faden durch das nicht alltägliche Konzert führt.» Und schnell stellte sich heraus, dass man nicht zu viel versprochen hatte. Die Brandhölzler Striichmusig kreierte in einer Mischung traditioneller Stücke aus dem Alpsteingebiet in Originalbesetzung und Eigenkompositionen sowie aus den witzigen Erzählungen rund um den Bauern Willi – 44 Jahre alt, mit Haus und Hof und Sehnsucht nach einer Frau mit landwirtschaftlichem Wissen – ein originelles Gesamtwerk. Dieses vermochte das Publikum in der sehr gut gefüllten reformierten Kirche in Ebnat bestens zu unterhalten und zu begeistern. So konnte mitverfolgt werden, wie Bauer Willi bei einem «Pschötti-Unfall» mittels der Säntis-Fee und über die «Glückspost» die grosse Liebe sucht. Die erwähnten 156 Saiten wurden von Barbara Betschart und Barbara Kamm an den Geigen, Thomas Looser am Hackbrett, Niklaus Frei am Cello und Kathrin Zürcher am Bass zum Klingen gebracht. Mit beschwingten Stücken schlugen sie die Brücken zwischen den erzählten Passagen.

Musikalisch stimmig

Dem Toggenburger Quintett eilte ein weit über die Region hinaus schallender, guter Ruf voraus, dem die Musikerinnen und Musiker auch gerecht werden konnten. Entsprechend wundert es nicht, dass die Formation bei mehreren Fernseh- und Radiosendungen mitwirken konnte und auch am frühen Sonntagabend viel Publikum in die Kirche lockte. Beim Apéro konnte diese musikalisch hochwertige und humorvolle Einstimmung auf das neue Jahr gesellig ausklingen.