Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Baueingabe noch in diesem Monat

Es soll der erste seiner Art in der Schweiz werden – der Baumwipfelpfad Neckertal im Steinwäldli oberhalb von Mogelsberg. An einer Informationsveranstaltung präsentierte der Verwaltungsrat den derzeitigen Projektstand.
Urs M. Hemm
Rund 50 Personen folgten im Löwensaal den Ausführungen von Bruno Vogt zum aktuellen Stand des Projekts Baumwipfelpfad Neckertal. (Bilder: Urs M. Hemm)

Rund 50 Personen folgten im Löwensaal den Ausführungen von Bruno Vogt zum aktuellen Stand des Projekts Baumwipfelpfad Neckertal. (Bilder: Urs M. Hemm)

MOGELSBERG. Grenzenlose Einblicke – überragende Ausblicke: Mit diesem Slogan und einem neuen Logo will die Genossenschaft Baumwipfelpfad Neckertal künftig für ihr ambitioniertes Projekt werben. «Es ist wichtig, dass wir uns in dieser Phase des Projekts gegen aussen eine Identität mit Wiedererkennungswert geben», sagte Otto Gmeiner von der Arbeitsgruppe Marketing, Finanzen und Sponsoring. Insbesondere hinsichtlich der bevorstehenden Beschaffung der benötigten Finanzmittel seien ein professioneller Auftritt, eine detaillierte Dokumentation sowie ein verlässliches Konzept unabdingbar. Werner Ackermann, Präsident der Genossenschaft Baumwipfelpfad Neckertal, sagte, dass die Vorbereitungen zwischenzeitlich so weit fortgeschritten sind, dass noch in diesem Monat die Baueingabe eingereicht werde. Insgesamt soll das Projekt rund 3,8 Millionen Franken kosten. Gut 50 Personen nahmen im Saal des «Löwen» die Gelegenheit wahr, sich über den aktuellen Stand des Projekts Baumwipfelpfad Neckertal zu informieren.

Idealer Standort Steinwäldli

Es sei bereits sieben Jahre her, dass sich eine Gruppe unter der Führung der IG Holz Toggenburg darüber Gedanken gemacht hat, wie es mit dem Neckertal weitergehen soll, begann Vizepräsident Bruno Vogt seinen kurzen Rückblick auf die Entstehung der Idee zum Baumwipfelpfad. «Bereits zu diesem Zeitpunkt waren Firmenschliessungen und die Reduktion des Dienstleistungsangebots im Tal an der Tagesordnung und auch die Frequenzen im Tourismus gingen stetig zurück», sagte er. Man sei sich schnell einig gewesen, dass es neue Ideen brauche, die jedoch nicht in Konkurrenz zu bestehenden Angeboten stehen. «Von Anfang an war auch klar, dass sich ein Projekt ideal in unsere Gegend einfügen muss und dass es mit einheimischem Holz umgesetzt werden soll», erläuterte Bruno Vogt. So sei die Idee des ersten Baumwipfelpfades in der Schweiz entstanden. Die Fachhochschule Rapperswil habe daraufhin gemäss einem Kriterienkatalog acht Standorte vorgeschlagen, von denen sich nach genauer Beurteilung das Steinwäldli ob Mogelsberg als ideal herausstellte.

16 Meter hohe Stützen

Der Baumwipfelpfad soll rund 500 Meter lang werden, grösstenteils aus Holz bestehen und rollstuhlgängig sowie kindergerecht sein. Ziele sind unter anderem der Ausbau des Bildungsangebots in den Bereichen Wald und Umwelt, die Stärkung der Bekanntheit der Region Neckertal unter Nutzung der lokalen Ressource Landschaft sowie die Unterstützung der lokalen Wertschöpfung. «Unser Hauptzielpublikum, Familien, aber auch Schulklassen, sollen auf spielerische Art und Weise den Lebensraum Wald kennenlernen und die Natur hautnah erleben können», sagte Bruno Vogt.

Willi Roth erläuterte anschliessend den technischen Aufbau des Steges, der auf bis zu 16 Meter langen Stützen aus Vollholz durch das Steinwäldli verlaufen soll. Für den Pfad ist eine Breite von zwei Metern vorgesehen, lediglich an drei Stellen verbreitert er sich auf 2,4 Meter. Das sind Aussichtsbuchten mit Sitzgelegenheiten (siehe Grafik). So genannte Actionelemente, wie beispielsweise eine Hängebrücke, ein kleiner Seilpark oder eine Rutschbahn werden den Baumwipfelpfad ergänzen. «Der Zugang zum Baumwipfelpfad wird neben dem Blockhaus sein und zusätzlich zum Ticketverkaufs- und Informationsschalter auch einen Ticketautomaten und einen Kiosk beherbergen», sagte Willi Roth. Auf die Frage aus dem Publikum, ob keine weitere Gastronomie vorgesehen sei, antworte Werner Ackermann: «Nein, explizit nicht, denn die Restaurants und Geschäfte im Dorf sollen auch von den Besuchern des Pfades profitieren können. Der bestehende Spielplatz soll ausgebaut und ergänzt werden. Zudem wird die Finnenbahn nach dem Bau wieder instand gestellt.

Suchverkehr vermeiden

Bezüglich Verkehr müsse es das Ziel sein, dass möglichst viele der geschätzten 30 000 Besucher pro Jahr mit dem öffentlichen Verkehr anreisen. «Die Anreise für Automobilisten soll so organisiert werden, dass es zu keinem Suchverkehr nach Parkplätzen im Dorfzentrum kommt», sagte Willi Roth. Als Parkmöglichkeiten stehen 55 Plätze im Dorfzentrum auf dem Ochsenparkplatz zur Verfügung und zudem – jedoch nur ausserhalb der Geschäftszeiten – 18 Parkplätze beim Gemeindehaus. «Ausserdem sind wir in Gesprächen mit den Besitzern des Ressorthotels. Dort gebe es zusätzlich 30 bis 40 Parkplätze», sagte Roth. Zwei Behindertenparkplätze sind beim Blockhaus vorgesehen. Von den zahlreichen Parkplätzen und auch vom Bahnhof her ist der Baumwipfelpfad über verschiedene Wege erreichbar, die teils Kinderwagen- und Rollstuhlgängig sind.

Finanzierung auf vier Säulen

«Die Finanzierung des Baumwipfelpfades baut auf vier Säulen auf», führte Otto Gmeiner aus. So sollen die 3,8 Millionen Franken Finanzbedarf einerseits durch die Beiträge der Genossenschafter und durch öffentliche Gelder, beispielsweise aus dem Lotteriefonds, gedeckt werden. Andererseits sollen die benötigten Mittel durch Spenden, Sponsoring und durch Vermarktung beschafft werden. «Bei den geschätzten 30 000 Besuchern jährlich und einem Eintrittspreis von 14 Franken pro Person rechnen wir ausserdem damit, dass wir die laufenden Ausgaben wie Personal- und Unterhaltskosten decken und Mittel beiseite stellen können, um später weitere Elemente dem Baumwipfelpfad zufügen zu können», sagt Otto Gmeiner.

Der Zeitplan sieht vor, dass noch in diesem Monat die Baueingabe erfolgen soll, sagte Werner Ackermann. Der Bau des Baumwipfelpfades sowie der dazugehörenden Elemente werde dann 2017 erfolgen. «Verläuft alles wie vorgesehen, möchten wir dann im Herbst 2017, sicher aber im Frühling 2018 die Eröffnung des ersten Baumwipfelpfades der Schweiz feiern können.»

Werner Ackermann Präsident Genossenschaft Baumwipfelpfad Neckertal

Werner Ackermann Präsident Genossenschaft Baumwipfelpfad Neckertal

Die Referenten (von links): Bruno Vogt, Werner Ackermann (Präsident des Verwaltungsrates), Otto Gmeiner sowie Willi Roth.

Die Referenten (von links): Bruno Vogt, Werner Ackermann (Präsident des Verwaltungsrates), Otto Gmeiner sowie Willi Roth.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.