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Baubewilligung für Hotel Muhr erteilt

HEIDEN. Der Gemeinderat Heiden erteilt der Familie Muhr die Baubewilligung zur Sanierung der früheren Pension Nord. Die Realisierung des Erweiterungsbaus und des öffentlichen Restaurants muss jedoch warten. Noch sind Beschwerden beim Bundesgericht hängig.
Michael Genova
Aus der ehemaligen Pension Nord in Heiden wird das Hotel Muhr. (Bild: Fotomontage: pd)

Aus der ehemaligen Pension Nord in Heiden wird das Hotel Muhr. (Bild: Fotomontage: pd)

HEIDEN. Für die Unternehmerfamilie Muhr ist es ein Etappensieg in einem langwierigen Verfahren: Der Gemeinderat Heiden hat ihr die Baubewilligung für die Sanierung der ehemaligen Pension Nord erteilt. Nach der Modernisierung wird das Gebäude den Namen Hotel Muhr tragen. «Freude herrscht, es ist nicht selbstverständlich, dass es gegen das Sanierungsvorhaben keine Einsprachen gab», sagt Norbert Näf, Gemeindepräsident von Heiden. Auch Piergiorgio Giuliani, Rechtsvertreter der Familie Muhr, fühlt sich bestätigt: «Dies zeigt uns, dass es gegen das Hotel Muhr keine Opposition gibt.»

Aushub erst im Frühjahr 2015

In einem ersten Schritt brechen die Bauherren den nördliche Anbau ab und ersetzen ihn durch einen kleineren. Dieser soll künftig im Erdgeschoss einen Frühstücksraum und im ersten Stock einen Seminarraum beherbergen. Auch der westlich angebaute Saal wird abgebrochen. Dort soll eine Terrasse mit Blick auf eine neue Gartenanlage entstehen. Heute befinden sich dort die Parkplätze, welche in eine Tiefgarage verlegt werden. Die Familie wird auch den Innenraum der ehemaligen Pension renovieren und neu einteilen. Früher bot diese 86 Gästen Platz, das neue Hotel Muhr wird vorerst 46 Gäste beherbergen.

«Als erstes werden wir nun die Ausführungspläne erstellen», sagt Piergiorgio Giuliani. Mit dem Abbruch der Gebäudeteile werde die Familie Muhr nach Möglichkeit schon im laufenden Jahr beginnen. Gleiches gelte für die Innenrenovationen. Mit dem Aushub und den Maurerarbeiten werde man voraussichtlich erst im Frühjahr 2015 beginnen, so Giuliani. «Wir wollen keine Baustelle im Winter.»

Opposition gegen Migros

Warten muss die Realisierung des geplanten Erweiterungsbaus und des öffentlichen Restaurants. Gegen zwei im vergangenen Jahr aufgelegte Quartierpläne und ein Strassenprojekt haben Nachbarn insgesamt 14 Einsprachen eingereicht. Diese Pläne regeln unter anderem eine Erschliessung des Quartiers über eine breitere Zufahrt – eine Voraussetzung für den Erweiterungsbau. Hängig beim Bundesgericht ist zudem eine Beschwerde von Nachbarn gegen den Teilzonenplan Nord. Diese wehren sich gegen eine Aufzonung des Gebiets. Die Opposition der Anwohner richtet sich jedoch nicht gegen die Erweiterung der Pension Nord, sondern gegen den seit Jahren geplanten Migros-Neubau. Dieser soll gleich hinter der Pension, im Quartier Nord, zu stehen kommen.

«Wir hoffen, dass das Bundesgericht noch in diesem Jahr einen Entscheid fällen wird», sagt Gemeindepräsident Näf. Das Bundesgericht habe kürzlich einen zweiten Schriftenwechsel angeordnet. Das bedeutet, dass die Parteien sich vor der Hauptverhandlung nochmals schriftlich äussern können. Auch Piergiorgio Giuliani wartet auf einen Entscheid des Bundesgerichts. «Das ist die Basis, um danach an einem runden Tisch die weiteren Schritte zu besprechen.»

Norbert Näf Gemeindepräsident Heiden (Bild: Urs Bucher)

Norbert Näf Gemeindepräsident Heiden (Bild: Urs Bucher)

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