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Bauarbeiter während der Hitzewelle: Schattenlos durch den Tag

Bauarbeiter sind der Hitze besonders ausgesetzt und trotzen den hohen Temperaturen mit zusätzlichen Pausen und viel Wasser. Selbst erprobte Strassenbauer empfinden das jetzige Wetter als Premiere.
Philipp Wolf
Schatten ist für die Strassenarbeiter rar. (Bild: Philipp Wolf)

Schatten ist für die Strassenarbeiter rar. (Bild: Philipp Wolf)

Die Luft flimmert über dem Asphalt der Schwellbrunnerstrasse an diesem frühen Donnerstagnachmittag. Das Thermometer zeigt 30 Grad an. In ärmellosen Westen und in kurzen Hosen gehen die Strassenbauer ihrem Tagwerk nach. Alle sind sie von der Sonne gebräunt, so auch Stefan Nagel, der zuständige Polier.

«Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es jemals so heiss war wie jetzt», sagt der 31-Jährige, der seit zehn Jahren im Strassenbau tätig ist. Zwar sei es in den vergangenen Jahren auch schon warm gewesen, doch komme es einem derzeit «brutal warm» vor, sagt Nagel. Was diese Tage zudem speziell macht: «Die Hitze kam sehr schnell.» Das Wetter schwang schlagartig um, es gab keine Möglichkeit, sich langsam an steigende Temperaturen zu gewöhnen. Nagels Kollegen können sich ebenso wenig an solch heisse Arbeitstage erinnern.

Anwohner spendieren Glaces

«Am Morgen fällt das Arbeiten momentan definitiv einfacher. Am liebsten würden wir früher beginnen», sagt Nagel. Doch weil sich die Baustelle mitten in einem Wohnquartier befinde, ginge das leider nicht. So könne es schon einmal vorkommen, dass man gegen Abend erschöpfter sei, als an Tagen, an denen die Sonne weniger stark brenne. Auf dieser Baustelle fällt zudem ins Gewicht, dass Schatten den ganzen Arbeitstag über praktisch inexistent ist, und die Arbeiter so lediglich während der Pausen vor der Sonne Schutz suchen können.

Die Zeitpläne werden deswegen aber nicht angepasst. So arbeiten Nagel und seine Mannen zu den üblichen Zeiten, machen dabei öfters einmal eine Pause und trinken viel Wasser. Nagels Arbeitgeber, die Koch AG, stellt unlimitiert Wasser und Sonnencreme sowie -brillen zur Verfügung. «Zudem haben wir hier schon einige Male von den Anwohnern Glaces spendiert bekommen», sagt Nagel, bevor er sich wieder an Sonne und die Arbeit begibt.

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