Bauarbeiten schreiten voran

Die Abbrucharbeiten im Innern des Gemeindehauses sind beinahe abgeschlossen, das alte Postgebäude gibt es nicht mehr. Noch vor den Sommerferien soll dort der neue Anbau stehen.

Urs M. Hemm
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Der ungefähre Standort des Anbaus ist an den Abrissspuren des ehemaligen Postgebäudes am Gemeindehaus zu erkennen. (Bilder: Urs M. Hemm)

Der ungefähre Standort des Anbaus ist an den Abrissspuren des ehemaligen Postgebäudes am Gemeindehaus zu erkennen. (Bilder: Urs M. Hemm)

MOGELSBERG. Bereits von weitem ist das laute Knattern eines Presslufthammers zu hören. Dann verstummt der Lärm für einen Augenblick, um gleich darauf wieder mit voller Wucht loszuhämmern. «Wir müssen den ganzen Boden abtragen, um ihn auf das gleiche Niveau abzusenken, welches der Keller des Neubaus haben wird», überschreit Andreas Lusti, Ratsschreiber der Gemeinde Neckertal, den Baulärm. Es sollen alle Etagen des alten Gebäudes und des Anbaus eben zueinander sein, fügt er in einer kleinen Arbeitspause des Presslufthammers hinzu. Denn das Gemeindehaus soll durchgehend rollstuhlgängig sein.

Solide Bausubstanz

Seit dem Spatenstich Ende März hat sich auf der Baustelle des Gemeindehauses Neckertal in Mogelsberg einiges getan. Wo vor ein paar Wochen noch das Postgebäude stand, klafft jetzt eine grosse Baugrube. Sämtliches Mobiliar wurde aus dem alten Gemeindehaus geräumt, die sanitären Anlage entfernt. An die Büros im ehemaligen Gemeindehaus erinnern nur da und dort noch ein paar Fetzen des alten Teppichs. «Grundsätzlich ist die Bausubstanz sehr gut, die Mauern sind stark und solide», sagt Lusti. Dementsprechend seien auch die Umbauarbeiten geplant worden. Das heisse, dass am Ursprünglichen so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig geändert werde. Die Treppe und Böden im Treppenhaus beispielsweise seien noch in sehr gutem Zustand, weswegen die Böden abgedeckt und die Stufen zum Schutz mit Holz verschalt worden sind.

Ämter gemäss Frequenz plaziert

Als nächstes soll der Anbau aufgebaut werden, der an die Stelle des alten Postgebäudes kommt. «Das sind Holzelemente, die zurzeit gefertigt und dann hier vor Ort zusammengefügt werden», sagt Andreas Lusti. Im Keller dieses Anbaus werden ein Teil des Archivs und die Garderoben für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untergebracht sein. Im Erdgeschoss direkt über dem Archiv ist der Haupteingang geplant, der in eine kleine Schalterhalle führt. Dieser Raum ist übergreifend vom Anbau zum alten Gebäude des Gemeindehauses. «Auf dieser Ebene sind alle die Ämter untergebracht, die mit einer regelmässigen Besucherfrequenz zu rechnen haben», erläutert der Ratsschreiber. Dazu gehören beispielsweise das Einwohner-, das Betreibungs- und das Steueramt sowie die Sozialen Dienste. Im ersten und zweiten Obergeschoss schliesslich sind Sitzungszimmer, das Grundbuchamt, die Finanzverwaltung und die Büros der Kanzlei, des Ratsschreibers und des Gemeindepräsidiums. Ein Lift führt vom Untergeschoss bis in den Estrich, der als zusätzlicher Lagerraum genutzt werden kann. Zudem gibt es auf allen Etagen Toiletten, wobei jene im Erdgeschoss behindertengerecht ausgebaut ist.

«Wir liegen ziemlich gut im Zeitplan mit den Umbauarbeiten», sagt Andreas Lusti, so dass die Aufrichtung der Holzkonstruktion für den Anbau noch vor den Sommerferien abschlossen werden kann.

Der Anbau (vorne) soll vor den Sommerferien fertiggestellt sein. (Bild: pd)

Der Anbau (vorne) soll vor den Sommerferien fertiggestellt sein. (Bild: pd)

Andreas Lusti Ratsschreiber Gemeinde Neckertal (Bild: pd)

Andreas Lusti Ratsschreiber Gemeinde Neckertal (Bild: pd)

Mit Pressluft wird der Boden im Untergeschoss abgetragen.

Mit Pressluft wird der Boden im Untergeschoss abgetragen.

Der Durchgang in der ersten Etage zu den Sitzungszimmern.

Der Durchgang in der ersten Etage zu den Sitzungszimmern.