Bau einer Sportbahn auf die Wolzenalp

Vor 100 Jahren

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Vor 100 Jahren

Auszug aus den Verhandlungen des Gemeinderates von Wattwil: Mit Schreiben vom 23. Oktober berichtet die Kreispostdirektion St. Gallen, dass dem Begehren des Gemeinderates und der Interessenten im Hummelwald und Ricken, um Wiedereinführung der Postkurse Wattwil–Ricken nicht entsprochen werden könne. Infolge der misslichen Finanzlage des Bundes, welche die grösste Sparsamkeit auf allen Gebieten unumgänglich mache, seien verschiedene Postkurse nicht nur vorübergehend eingestellt, sondern gänzlich aufgehoben worden. Zu diesen Kursen gehöre auch die Postverbindung Wattwil–Ricken, die einen jährlichen Kursverlust von 78% verursacht habe. Der Rat nimmt hiervon mit Bedauern Kenntnis.

Vor 50 Jahren

Mit einem Aktienkapital von 700 000 Fr., das 398 Aktionäre voll einbezahlt haben, ist im Saal zur «Sonne» in Krummenau eine neue Aktiengesellschaft, die «Sportbahn Krummenau-Wolzenalp AG», gegründet worden. An dieser Versammlung sagte der Präsident des Initiativkomitees, Max Haller, Direktor der Weberei Hofstetter & Co AG in Krummenau: «Die Sportbahn Krummenau-Wolzenalp AG will eine Sesselbahn Krümmenswil-Rietbach und einen Skilift Rietbach-Wolzenalp bauen.» Das mit einem Bauaufwand von 1,4 Millionen Fr. errechnete Vorhaben erschliesst ein sehr schönes Skigebiet. Der Direktor M. Haller führte weiter aus: «Unsere finanziellen Mittel reichen für den Bau der Bahn und, wenn keine grösseren Verteuerungen dazukommen, auch für ein einfaches Bergrestaurant im Rietbach. Die Anlage soll Ende 1965 betriebsbereit sein.»

Vor 20 Jahren

Über 70 Begehren sind an der dreieinhalb Stunden dauernden St. Galler Fahrplankonferenz besprochen worden. Ein Rekord, wie Regierungsrat Karl Mätzler sagte. Die SBB und die Bodensee-Toggenburg-Bahn (BT) konnten nur in Einzelfällen den Begehren nach Schnellzugshalten entsprechen. Auf der BT-Linie muss Lichtensteig auf gewünschte Halte verzichten. Heute benötigen die Züge für die Strecke St. Gallen–Wattwil eine halbe Stunde und mehr. Künftig stünden nur noch 28 Minuten zur Verfügung, wurde die Streichung der Halte begründet.

Vor 10 Jahren

Im Zuge der vom Kantonsrat beschlossenen Sparmassnahmen werden die zwei Baubüros von Lichtensteig und Neuhaus zusammengelegt. Jenes in Lichtensteig wird aufgelöst, drei der vier im Baubüro arbeitenden Personen werden in Neuhaus weiterbeschäftigt. Das Baubüro nimmt in der Region die Funktionen als Bauherrin des Kantons wahr und hat in den besten Zeiten bis zu elf Personen beschäftigt. Die Schliessung eines der beiden Baubüros war absehbar.