Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Balmer einstimmig nominiert

Jetzt ist es offiziell: Für einen der zwei frei werdenden Sitze im Ausserrhoder Regierungsrat kandidiert SP-Kantonalpräsident Yves Noël Balmer. Der Entscheid sei ihm nicht leicht gefallen. Geholfen hatte eine Auszeit in der Provence.
Astrid Zysset
Vize-Präsident Jens Weber im Gespräch mit Yves Noël Balmer. (Bild: ASZ)

Vize-Präsident Jens Weber im Gespräch mit Yves Noël Balmer. (Bild: ASZ)

Überraschend ist der Entscheid nicht: Der ausserordentliche Parteitag der SP Appenzell Ausserrhoden nominierte am Dienstagabend im Hotel Linde in Heiden ihren Parteipräsidenten Yves Noël Balmer als Kandidaten für die Regierungsratswahlen 2019. Einstimmig. «Das ist ein starkes Zeichen», fand Vize-Präsident Jens Weber. Der Vorstand schlug eine Einer-Kandidatur vor. «Wir brauchen einen starken Kandidaten, mit welchem wir im Kanton punkten können», so Weber.

Balmer selbst kam aufgrund einer Wanderung zum Urnäscher Spitzli mit Sonnenbrand zum Parteitag. «Das Rot ist nicht aus Sympathie zur Partei», scherzte er. 38 Mitglieder waren zugegen. Balmer weiter: «Ich bin froh, dass wir uns in Heiden treffen. Denn ich wäre kein Herisauer Regierungsrat, sondern einer für den ganzen Kanton.» Er wolle sich für soziale Aspekte («der Steuergerechtigkeits-Aspekt ist noch nicht vom Tisch»), für die Energiewende und für das Gesundheitswesen einsetzen. Doch hinter den politischen Ankündigungen kam die menschliche Seite zum Vorschein. Der 39-Jährige arbeitet als Leiter Vertrieb und Marketing bei der Peter Hahn AG, ist im Einwohnerrat in Herisau und im Kantonsrat sowie Mitglied zahlreicher Kommissionen. Dadurch hat er sich grosses Dossierwissen aneignen können. Seit vier Jahren ist er alleinstehend. «Ich komme gut mit mir selbst zurecht», sagte er.

Den Entscheid, zu kandidieren, hatte er sich nicht leicht gemacht. Sechs Wochen zog er sich in die Provence zurück, um zu eruieren, ob er sich als Kandidat zur Verfügung stellen will. Gleichzeitig bekam er ein Jobangebot, das eine Auswanderung nach Finnland mit sich gezogen hätte. «Zwei Alternativen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können», resümierte Balmer. Es sind vor allem aber zwei Alternativen, die ein sorgfältiges Abwägen erforderten. Der Herisauer suchte dazu die Ruhe. Er wollte den Kopf frei bekommen. Und: Sich aufs Fahrrad setzen. Nach einer bis 1,5 Stunden käme man «in einen Trott», der sich bestens dafür eigne, seine Gedanken zu sortieren. Zugleich wollte er trainieren, um am Engadiner Bikemarathon Anfang Juli unter die Top Ten zu gelangen. Zielstrebigkeit und Ehrgeiz zeichnen den 39-Jährigen aus. Am Bikemarathon belegte er den achten Platz. Und seine berufliche Entscheidung? «Ich kann heute mit Überzeugung sagen, ja, ich bleibe hier, und ja, ich stelle mich zur Verfügung.»

Dennoch: «Ein Teil der Öffentlichkeit zu sein, ist nicht immer einfach», sagte der 39-Jährige. Die Höhen und Tiefen, welche Regierungsrat Matthias Weishaupt (SP) in seiner Amtszeit durchlebte, habe Balmer mitverfolgt, und sie hätten in ihm «grosse Zweifel» ausgelöst, ob ein Sitz in der Regierung das Richtige für ihn sei. Kritik könne er nicht partout auf die leichte Schulter nehmen. Er wünsche sich, im Falle seiner Wahl, konstruktiv-kritisches Feedback von den Mitgliedern zu bekommen. «Freundlich, aber sec» sollte es sein. Solches sei wichtig, um sich selbst zu hintersinnen.

Hinweis

Die Regierungsratswahlen finden am 10. Februar 2019 statt. Finanzdirektor Köbi Frei (SVP) und Gesundheitsdirektor Matthias Weishaupt (SP) treten nicht mehr an.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.