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Bald noch mehr Parkgebühren?

Nach Bekanntwerden, dass in Appenzell auf drei Parkarealen Gebühren eingeführt werden, zeigt sich: Auch in Brülisau, Wasserauen, Jakobsbad und auf der Schwägalp sind Gebühren ein Thema. Die Zuständigen wollen es koordiniert angehen.
Roger Fuchs
Dieser Parkplatz neben der Talstation der Kastenbahn in Brülisau könnte kostenpflichtig werden. Dasselbe gilt für die grossen Parkareale in Wasserauen, Jakobsbad und auf der Schwägalp. (Bild: rf)

Dieser Parkplatz neben der Talstation der Kastenbahn in Brülisau könnte kostenpflichtig werden. Dasselbe gilt für die grossen Parkareale in Wasserauen, Jakobsbad und auf der Schwägalp. (Bild: rf)

APPENZELLERLAND. Appenzell Innerrhoden verabschiedet sich von seinen Gratisparkplätzen. Per Sommer 2016 werden im Dorf die Parkplätze bei der Brauerei, beim Hallenbad und im Ziel gebührenpflichtig. Bald könnte auch das Abstellen des Autos auf den Parkplätzen in Wasserauen, Brülisau, im Jakobsbad sowie auf der Schwägalp kostenpflichtig werden. Allenthalben werden entsprechende Überlegungen bestätigt. Doch niemand will vorpreschen. Über die Bergbahnen-Präsidienkonferenz soll das Ganze koordiniert angepackt werden.

Der Parkdienst kostet

In Wasserauen haben im Frühjahr vor einem Jahr die Appenzeller Bahnen zwei Teile des Parkplatzes an die Ebenalp-Bahn und den grossen Parkplatz vor dem Hotel Alpenrose mit rund 260 Parkfeldern dem Bezirk Schwende verkauft. «Der Parkdienst, den wir bei starkem Verkehrsaufkommen betreiben, generiert hohe Kosten», sagt Migg Hehli, Bezirkshauptmann von Schwende. Da dränge sich die Frage auf, wer das zahle. «Wir machen aber keinen Alleingang.»

Mit ins Boot holen will man die Verantwortlichen der Seilbahnen im Appenzellerland. Sie sind geradezu Grossbesitzer, was Parkplätze anbelangt. Die Kastenbahn verfügt in Brülisau über gut 500 eigene Plätze, im Jakobsbad können auf dem Land der Kronbergbahn locker bis zu 1200 Autos parkiert werden. Ebenso viele Plätze stellt die Säntisbahn auf der Schwägalp zur Verfügung. «Bisher habe ich die Gratisparkplätze stets als Marketinginstrument betrachtet», sagt Markus Wetter, VR-Präsident der Kronbergbahn. Doch man könne nicht mehr mit der Zeit vor zehn Jahren vergleichen. Er sei überzeugt, dass die Akzeptanz für Parkgebühren bei den Gästen heute vorhanden wäre.

Günstiger für Bahnbenutzer

In Brülisau ist gemäss Emil Koller, VR-Präsident der Kastenbahn, vielen nicht bewusst, dass der Parkplatz bei der Talstation der Bahn gehört. Regelmässig würde dieser Platz auch von Nicht-Bahngästen benutzt. Dies zeige sich jeweils bei Bahnrevisionen, wenn die Plätze trotz Nichtbetrieb belegt seien. Einheimische wiederum nutzen den Platz zum Abstellen der Autos während Gottesdiensten. Die Mischnutzung der Parkplätze, die in unterschiedlichem Mass auch in Wasserauen, im Jakobsbad und auf der Schwägalp festzustellen ist, würde gemäss Emil Koller dafür sprechen, dies beim Parkgebührensystem zu berücksichtigen. Im Gespräch sei denn auch ein Modell, wonach Bahnbenützer einen Teil oder die gesamte Gebühr zurückbekommen sollen.

Zur Bergbahnen-Präsidienkonferenz gehören auch die Verantwortlichen der Säntis Schwebebahn AG. «Der Verwaltungsrat hat schon vor zehn Jahren den Grundsatzentscheid gefällt, einer Parkplatzbewirtschaftung gegenüber offen zu sein», sagt Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntisbahn. Viele Gäste würden von der Schwägalp aus zu Wanderungen aufbrechen, allenfalls noch die Toilette benutzen, aber sonst keinen weiteren Wert generieren.

Liste der Parkplätze anpassen

Fakt heute: Mit der Einführung von Parkgebühren im Dorf Appenzell erhält die Diskussion auch anderweitig neuen Schwung. Damit in Innerrhoden die Parkgebühren auf weitere Areale ausgedehnt werden können, müsste die Liste der Parkplätze im Anhang des Standeskommissionsbeschluss über das gebührenpflichtige Parkieren angepasst werden.

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