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Bald ein Dorf ohne Bäume?

Leserbrief

Während einer kurzen Zeitspanne wurden in unserem Dorf Nesslau-Neu St. Johann Dutzende von alten, gesunden Bäumen gefällt, um der Überbauung Platz zu schaffen. Oder aus anderen, unbekannten Gründen. Darunter auch kommentarlos eine seltene Hängebuche und dies, obwohl sich der hiesige Naturschutzverein noch für sie eingesetzt hat. Ebenfalls fünf Eiben, die weit über 1000 Jahre alt werden können und deren Holz eine Rarität ist. Letztere liegen bereit, um gehäckselt zu werden. Zeitgleich mit den Baumfällungen oder unmittelbar bevorstehend, erfolgt der Abriss von zum Teil schützenswerten Gebäuden. Grundsätzlich sollten Bäume in jedem Dorf ihre Berechtigung und ihren Wert haben, sei es als wichtiger Sauerstofflieferant, als Lebensraum für Vögel und Kleingetier, oder einfach nur optisch. Das Dorfbild verliert mit jedem Flecken grün und jedem Baum, der verschwindet. Kaum einer wird ersetzt. Die in Wort und Bild angepriesenen neuen Wohnsiedlungen in idyllischer, naturbelassener Umgebung, vermögen nicht über die Realität hinweg zu täuschen. Verdichtetes Bauen wird oft zu wörtlich genommen und dafür mehr Wohnqualität geopfert. Und wie reagiert das Dorf auf so viele Neuzuzüger, welche in die über hundert entstehenden Neu-Wohnungen einziehen sollen? Wo arbeiten sie und wie gelangen sie dahin? Genügt die bestehende Infrastruktur noch oder zieht dies wieder weitere Bautätigkeit mit allfälligen Baumfällaktionen nach sich?

Silvana Ossola, Albrecht Bösch, Kramenwiese 2, 9652 Neu St. Johann

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