Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Pop-up-Hotels auf der grünen Wiese haben es schwer

Ob Köbi Dietrich seine «Alpenbritsche» auch im nächsten Sommer wieder betreiben kann, ist fraglich. Die Standortgemeinde Hundwil verlangt eine Baubewilligung.
Karin Erni
Familie Dietrich und ihre «Alpenbritsche» auf der Göbsi. (Bild: Appenzellerland Tourismus AR)

Familie Dietrich und ihre «Alpenbritsche» auf der Göbsi. (Bild: Appenzellerland Tourismus AR)

Wie in der gestrigen Ausgabe vermeldet, ist ein Weiterbetrieb der «Alpenbritsche» auf der Alp Göbsi im nächsten Sommer nicht gewährleistet. Die Standortgemeinde Hundwil mache verschiedene Auflagen.

Gemeindepräsidentin Margrit Müller sagt auf Anfrage, sie hätten grundsätzlich ein gutes Einvernehmen mit dem Betreiber der «Alpenbritsche». «Es müssen aber für alle Unternehmen die gleichen Bedingungen gelten.» Darum habe man Köbi Dietrich mitgeteilt, er müsse ein Baugesuch stellen, falls er das Hotel auch nächsten Sommer wieder auf der Alp betreiben wolle. Auf die Frage, warum die Gemeinde denn nicht schon früher aktiv geworden sei, sagt Margrit Müller, der Fall sei von einer Privatperson nach Innerrhoden gemeldet worden. Dies, weil das Null-Stern-Hotel, der Vor gänger der «Alpenbritsche», auf deren Boden gestanden habe. Die dortigen Behörden hätten den Grenzverlauf geprüft, und seien zum Schluss gekommen, dass der Wagen auf Hundwiler Boden stehe. Weil sich die Saison zu diesem Zeitpunkt schon dem Ende zugeneigt habe, hätten sie sich bemüht, eine einvernehmliche Lösung zu finden, so Margrit Müller. «Ein Verfahren hätte den Betrieb verunmöglicht und er hatte ja noch Buchungen.» Die Gemeinde verlange aber, dass künftig sämtliche erforderlichen Bewilligungen vorhanden sein müssen. Der Hotelbetreiber sei überdies verpflichtet, der Gemeinde Übernachtungstaxen abzugeben, so Margrit Müller. Dies habe er zugesagt, weil er bereits einen Betrieb in Herisau führe. Ein Wirtepatent ist in Ausserrhoden für die Führung eines Hotelbetriebs nicht nötig. Weil aber Butler Köbi seinen Gästen vermutlich auch mal einen Alpenbitter ans Bett serviert, wird eine Betriebsbewilligung für das Gastgewerbe fällig. Diese erteilt der Kanton.

Einen Imagegewinn für die Gemeinde oder einen Zusatznutzen für die Gastronomiebetriebe und Läden von Hundwil verspricht sich Margrit Müller vom Pop-up-Hotel nicht. «Die Leute, die ein solches Angebot nutzen, bleiben in der Regel vor Ort.» Die «Alpenbritsche» sei relativ weit weg vom Dorf und die Zufahrt zur Alp Göbsi erfolge von Inner-rhoder Seite.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.