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Volk spricht sich deutlich für Herisauer Bahnhofvorlage aus

Mit 79 Prozent Ja-Anteil stimmen die Herisauer Bürgerinnen und Bürger dem Teilzonenplan Bahnhof mit Ergänzung des Baureglements zu. Damit ist ein erster wichtiger Schritt für die Umgestaltung des Areals getan. Die Referendumsführer sehen einen Grund für ihr Scheitern in der Übermacht von Pro Komitee und Gemeinde.
Alessia Pagani
Der Bahnhofplatz mit Bushof soll grundsätzlich umgestaltet werden. Mit der Annahme des Teilzonenplans ist ein wichtiger erster Schritt getan. (Visualisierung: PD)

Der Bahnhofplatz mit Bushof soll grundsätzlich umgestaltet werden. Mit der Annahme des Teilzonenplans ist ein wichtiger erster Schritt getan. (Visualisierung: PD)

Die Herisauer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sprechen sich deutlich für den Teilzonenplan Bahnhof mit Ergänzung des Baureglements aus. 3'577 Personen beziehungsweise rund 79 Prozent der Wählerinnen und Wähler legten bei der gestrigen Abstimmung ein Ja in die Urne, 974 votierten mit Nein. Die Stimmbeteiligung lag bei hohen 45 Prozent. Dies zeigt die Bedeutung der Vorlage für die Bevölkerung. Der Teilzonenplan ist ein erster wichtiger Schritt in der Umgestaltung des Bahnhofareals. Er legt die künftige bauliche Nutzung auf dem Gebiet fest.

Gemeindepräsident Kurt Geser zeigt sich in einer ersten Stellungnahme erleichtert:

«Es ist eine erfreuliche Sache. Die hohe Stimmbeteiligung zeigt, dass das Thema Bahnhof wirklich mobilisiert hat.»

Die Gemeinde habe eine gute Arbeit geleistet und die Bevölkerung informiert und über das Projekt kommuniziert. «Das hat Klarheit geschaffen und spiegelt sich im Ergebnis wider.» Geser zeigt sich dankbar, dass die Bevölkerung diese Chance genutzt und erkannt hat, dass sich eine Umgestaltung lohne.

Die Zustimmung von rund 79 Prozent wertet Geser als deutliches und klares Zeichen:

«Das Volk will eine Veränderung.»

Der Gemeindepräsident verweist nochmals auf die im Frühjahr folgenden beiden Abstimmungen: «Mit der gestrigen Abstimmung sind die aktuellen Probleme beim Bahnhof nicht gelöst. Unsere weitere Informationspolitik ist nun sehr wichtig.» Geser nennt nochmals die Bedeutung der Vorlage und sagt unter anderem:

«Das Resultat freut mich für Herisau und für die Zukunft der Bewohnerinnen und Bewohner.»

Pro Komitee als zu starke Gegenmacht

Verlierer des gestrigen Abstimmungssonntags sind die Referendumsführer, welche sich einen anderen Teilzonenplan gewünscht hätten. Martin Schraner zeigte sich ob des Ergebnisses nicht erstaunt.

«Wir hatten davon ausgehen müssen, dass es ein Ja gibt.»

Es habe sich um eine sehr komplexe Vorlage gehandelt, mit der man sich hätte intensiv auseinandersetzten müssen. Zudem hätte sich die Gemeinde extrem starkgemacht für die Vorlage. Und auch das Pro Bahnhof-Komitee mit ihrem Slogan «Mer wönd!» hätte viele Menschen mobilisiert. Schraner spricht von einer grossen Gegenmacht:

«Aus Diskussionen war zu erfahren, dass von einigen ein Ja in die Urne gelegt wurde, weil man nun endlich etwas machen müsse am Bahnhof. So sind viele Stimmbürger einfach den Slogans gefolgt. Viele werden gar nicht verstanden haben, dass es sich um viel mehr als einen Grundsatzentscheid gehandelt hat. Zudem wurden kritische Stimmen zum Projekt insbesondere durch das Pro-Bahnhof-Komitee als Verhinderer dargestellt.»

Sie seien jedoch keine Verhinderer, so Schraner. Im Gegenteil: «Dass der Bahnhof neu gestaltet werden muss, ist uns allen klar. Wir haben jedoch versucht, dass es auf eine andere Weise möglich wird.» Die Ablehnung des Teilzonenplans durch fast einen Viertel der Wähler sieht Schraner denn trotzdem als kleinen Erfolg. Im Hinblick auf die kommenden Abstimmungen zum Bushof/Bahnhofplatz beziehungsweise zur Kreiselverschiebung wünsche er sich, dass sich die Bevölkerung auch wirklich mit der Vorlage auseinandersetze.

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