Bahnanschluss Gossau und Kantonale Pensionskasse

Der Geschäftsbericht 2012 und die Verordnung über die kantonale Versicherungskasse wurden im Grossen Rat rege diskutiert.

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INNERRHODEN. Die Schlagzeilen in den Medien würden den Eindruck vermitteln, «als ob wir von lauter Krisen umgeben wären», sagte Josef Schmid in seiner letzten Eröffnungsrede als Grossratspräsident. Damit spielte Schmid auf die Berichterstattung über die Vorwürfe von alt Säckelmeister Sepp Moser an und nicht etwa auf die Bahnverbindung. Doch letztere gab Anlass zu Diskussionen.

Länger warten auf Schnellzüge

Grossrat Ruedi Eberle fragte nach der Umsteigesituation in Gossau. Denn mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember verlängere sich dort die Wartezeit beim Umsteigen auf Schnellzüge. Mussten bisher vier bis elf Minuten auf Anschlusszüge gewartet werden, seien es zukünftig neun bis 20.

Landammann Daniel Fässler sagte, dass er wenig Hoffnung machen könne auf eine Verbesserung der zu erwartenden Zustände. Mit dieser sei erst ab 2020 zu rechnen, wenn das neue Zugkonzept greife. Bis dahin prüfe man mögliche Alternativen wie einen Buskurs Appenzell–Gossau.

Keine Vollversicherung

Ebenfalls zu ausführlichen Diskussionen führte die Verordnung über die Kantonale Versicherungskasse. Das neue Bundesgesetz verlangt eine rechtliche, organisatorische und finanzielle Verselbständigung der öffentlich-rechtlichen Kassen. Neu besteht die Verwaltungskommission der Pensionskasse aus drei Arbeitnehmervertretern und drei von der Standeskommission gewählten Arbeitgebervertretern.

Aus dem Plenum kam die Frage auf, ob nicht eine Vollversicherung zu prüfen sei. Doch Säckelmeister Thomas Rechsteiner sagte, dass die Versicherungskasse über solch einen soliden Deckungsgrad verfüge – 2012 lag er bei 110 Prozent – dass eine Vollversicherung keine Alternative darstelle. Die Verordnung wurde einstimmig angenommen. (miz)