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Baggerschlitze für Abklärungen an Thur

In den kommenden Wochen werden in Wattwil entlang der Thur verschiedene bauliche und ökologische Abklärungen getroffen. Dies geschieht im Hinblick auf die notwendige Sanierung der Thur. Federführend ist das Tiefbauamt des Kantons St. Gallen.
Ab Ende Juni werden Vorabklärungen für die Sanierung der Thur bei Wattwil vorgenommen. (Bild: Serge Hediger)

Ab Ende Juni werden Vorabklärungen für die Sanierung der Thur bei Wattwil vorgenommen. (Bild: Serge Hediger)

WATTWIL. Ende Juni werden im Ufer- und Umgebungsbereich der Thur rund zehn sogenannte Baggerschlitze von maximal fünf Metern Tiefe ausgehoben. Sie dienen der Erkundung des Baugrundes. Im Laufe dieser Arbeiten kann es zu kurzen Einschränkungen für Fussgänger und Velofahrer auf den Thurwegen kommen. In den folgenden Wochen werden die Vegetation und die Bodenstruktur entlang der Thur wissenschaftlich erfasst, damit schützenswerte Bestände während der Sanierungsarbeiten soweit möglich geschont oder ersetzt werden können. Voraussichtlich bis Ende Juni werden zudem sechs Bohrungen von rund sieben Metern Tiefe vorgenommen, um im Erdreich Sensoren für die Messung des Grundwassers anzubringen. Das Grundwasser wird bereits heute für Wasserversorgung, Wärmepumpen oder zu Kühlzwecken genutzt. Damit diese Nutzungen von den Baumassnahmen nicht beeinträchtigt werden, ist eine Überwachung des Grundwasserpegels notwendig.

Dringender Sanierungsbedarf

Die Thur habe im Siedlungsgebiet Wattwil einen dringenden Sanierungsbedarf, schreibt die Staatskanzlei weiter. An diversen Abschnitten sind Uferböschungen und Verbauungen, die im Zuge der Thur-Korrektion vor über hundert Jahren erstellt wurden, stark beschädigt. Die Flusssohle hat sich über die vergangenen Jahrzehnte stark eingetieft, wodurch der Uferschutz unterspült und teilweise feinkörnige Schichten freigelegt wurden. 2011 mussten zur Sicherung der Uferböschung im Quartier Ulisbach Sofortmassnahmen ergriffen werden. Wie die Gefahrenkarte des Kantons St. Gallen ausweist, ist der Talboden in Wattwil aufgrund der geringen Abflusskapazität der Thur bei einem starken Hochwasserereignis erheblich gefährdet.

Massnahmen werden erarbeitet

Mit der geplanten Sanierung der Thur sollen diese Mängel beseitigt und die Sicherheit vor Hochwasser gewährleistet werden. Das Tiefbauamt des Kantons St. Gallen erarbeitet als zuständige Behörde in engem Austausch mit der Gemeinde Wattwil ein entsprechendes Sanierungsprojekt im Bereich des Siedlungsgebietes, das auch eine Aufwertung des Flussraumes für Mensch und Natur vorsieht. Im Herbst wird die Bevölkerung über die geplanten Massnahmen und das Genehmigungsverfahren informiert, teilt die Staatskanzlei weiter mit. (sk)

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