«Bäumli» wird Bar

APPENZELL. Das «Bäumli» am Landsgemeindeplatz wird am 7. August wieder eröffnet. Damit das gelingt, hat Pächter Patrick Schai zusammen mit seinen Mitarbeitern selber Hand angelegt.

Monica Dörig
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Helen und Patrick Schai (r.) freuen sich mit Geschäftsführerin Claudia Koster auf die Wiedereröffnung des sanft renovierten Restaurants Bäumli. (Bild: Monica Dörig)

Helen und Patrick Schai (r.) freuen sich mit Geschäftsführerin Claudia Koster auf die Wiedereröffnung des sanft renovierten Restaurants Bäumli. (Bild: Monica Dörig)

APPENZELL. Die Türfutter sind frisch gestrichen, die Eckbank im Lokal im Erdgeschoss ist auf Hochglanz poliert. Das neu eingebaute Buffet ist gleichzeitig Bartheke. Der frisch verlegte Fussboden ist noch von Staub bedeckt. Es bleiben noch zehn Tage bis zur Wiedereröffnung am 7. August. Möbliert wird die Gaststube mit Sicht auf den Landsgemeindeplatz mit rustikalen Tischen und Stabellen. «Für den Stammtisch haben wir einen schönen Schiefertisch angeschafft», freut sich Patrick Schai.

Nachfolger des «Sternen»

Die «Bäumli Bar» soll im Stil des «Sternen» geführt werden, den Schai bis vor kurzem gepachtet hatte. Die beliebte Appenzeller Dorfbeiz schloss, weil der Liegenschaftsbesitzer Umbaupläne realisieren will. «Die <Bäumli Bar> ist unser Nachfolgeprojekt», sagt er, glücklich, einen neuen Standort in Appenzell gefunden zu haben. Er hat das ganze Gebäude am wichtigsten Platz von Appenzell gemietet. Gekauft hat es Schönheitschirurg Werner Mang, der aber keine konkreten Pläne für die Liegenschaft hat. Patrick Schai und seine Ehefrau Helen betreiben eine ganze Reihe von Gastronomieprojekten. Angefangen hat es mit einer Gade-Bar, die sich «vervielfältigte». Heute besteht eine in Gais und eine in Urnäsch. Zudem organisiert Schai einmal im Monat in der Eventhalle (im UG der Tennishalle Appenzell) eine Party. Er ist ausserdem Organisator der Fire-Dance-Party im Eventzelt (ebenfalls bei der Tennishalle) und des Volkstümlichen Schlagerfestivals in Gais. 2014 hat er über hundert Veranstaltungen durchgeführt.

Renovierung im Eiltempo

Im Moment sind alle Kräfte seiner Firma Gadeworld für die Wiedereröffnung des «Bäumlis» gebündelt. Am 29. Juni habe er die Zusage erhalten, erzählt er, am 1. Juli habe er mit Mitarbeitenden und einheimischen Handwerkern mit den Vorarbeiten begonnen. Im Erdgeschoss wurde ausgedientes Inventar abgebrochen. Die sanitären Anlagen konnten weitgehend übernommen werden; die Räume erhielten einzig einen neuen Anstrich. Weil das «Bäumli» aufgrund seiner Grösse ein Raucherlokal sein darf, wurde eine neue Lüftung nötig. Vom Kundenverkehr durch eine neue Tür getrennt, wurde eine kleine Küche installiert.

Speiserestaurant im 1. Stock

In der «Bäumli Bar» kann man Kleinigkeiten wie Schnitzelbrot oder Ciabatta essen. Ansonsten ist sie nach bewährtem Konzept als Feierabend-Lokal gestaltet. «Wir bewirten ein gut gemischtes Publikum ab 18 Jahren», erklärt das Ehepaar Schai. Einmal monatlich steht Musik oder eine Party auf dem Programm, mit DJ oder Liveband. Den kleinen Nebenraum mit dem schönen Holzboden will Schai in Zukunft bei Grossandrang, etwa an der Landsgemeinde, als zweite Bar nutzen, «oder vielleicht einen Töggelikasten reinstellen». Das ehemalige Speiserestaurant im ersten Stock soll bald an einen Pächter vermietet werden. Die restlichen Räume im Haus stehen ebenfalls leer. Sie müssten renoviert werden.

Teil des Ländlerfests

Helen Schai ist die Chefin des «Bäumli»; die junge Mutter wird unterstützt und vertreten von Geschäftsführerin Claudia Koster. Den ersten grossen Einsatz im aufgefrischten «Bäumli» leistet das Team am übernächsten Wochenende: Nach der Eröffnung am Freitag wird das Lokal am Samstag und Sonntag Spielort für Formationen des Appenzeller Ländlerfests sein.

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