Bäume als Zeitvertreib

Wie haben sie gestrahlt in den letzten Wochen – all die mit farbigen Christbaumkugeln behangenen Weihnachtsbäume. Sie durften bei den Familien in den Stuben stehen, wurden mit Schoggi, Lametta, Kerzen und Wunderkerzen geschmückt. Oft bekamen die Tannenbäume auch eine richtige Spitze.

Christiana Sutter
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Ruedi Forrer gibt den Eseln Bonita und Sissy eine Weisstanne, um daran zu knabbern. (Bild: pd)

Ruedi Forrer gibt den Eseln Bonita und Sissy eine Weisstanne, um daran zu knabbern. (Bild: pd)

Wie haben sie gestrahlt in den letzten Wochen – all die mit farbigen Christbaumkugeln behangenen Weihnachtsbäume. Sie durften bei den Familien in den Stuben stehen, wurden mit Schoggi, Lametta, Kerzen und Wunderkerzen geschmückt. Oft bekamen die Tannenbäume auch eine richtige Spitze.

Lichter für die Menschen

Den Höhepunkt erlangten die extra gezüchteten Weiss-, Rot- oder Nordmanntannen an Heiligabend. Die Geschenke wurden unter ihre schützenden Äste gelegt und die Familienmitglieder stellten sich vor den Baum und sangen «O Tannenbaum, o Tannenbaum…». Wiederum andere Tannenbäume, die vor Häusern oder auf dem Dorfplatz ihre Berufung fanden, erwärmten mit ihren Lichtern die Herzen vieler Menschen während der Adventszeit. Bis zum Dreikönigstag durften sie Freude bereiten.

Wärme, Dünger und Futter

Just nach dem Fest der Heiligen Drei Könige sah man vielerorts kahle Rot-, Weiss- und Nordmanntannen neben den Strassen liegen. Wild über- und nebeneinander liegen oder stehen sie bei den Abfallcontainern oder den Niederflurcontainern in den Dörfern und warten auf ihre weitere Verwendung.

Die einen werden mit der normalen Kehrichtabfuhr abgeholt und in die Verbrennungsanlagen in Bazenheid oder Buchs gefahren. Dort werden die ausgedienten Christbäume verbrannt. Sie erfüllen aber auch mit der Verbrennung einen Zweck: Sie liefern Wärme ab, die in Heizungen gespiesen werden und den Menschen erwärmen. Andere Bäume werden mit der speziellen Grünabfuhr der ZAB (Zweckverband Abfallverwertung) abgeholt und in die Axpo Kompogas in Niederuzwil gebracht. Dort werden die ausgedienten Christbäume mit weiteren Rüstabfällen vergoren. Das Gärgut in flüssiger oder fester Form kann zu einem späteren Zeitpunkt von den Bauern für Düngzwecke abgeholt werden. Dieser Dünger ist für den biologischen Ackerbau zugelassen.

Eine dritte Möglichkeit der Wiederverwendung haben die Bäume, die als Ergänzungsnahrung für Nager dienen. Viele Nagetiere essen die Rinde und die Nadeln oder nutzen die Äste und Bäume als Zeitvertreib.

Überall warten ausgediente Christbäume auf ihre Entsorgung. (Bild: Christiana Sutter)

Überall warten ausgediente Christbäume auf ihre Entsorgung. (Bild: Christiana Sutter)