Bärenfelsstrasse

In den kommenden Wochen stellt das Toggenburger Tagblatt verschiedene Wattwiler Strassennamen vor und erklärt deren Herkunft und Bedeutung Die Bärenfelsstrasse zweigt von der Mülitobelstrasse (im Ulisbach) nördlich ab, führt dann in östlicher Richtung durch das

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In den kommenden Wochen stellt das Toggenburger Tagblatt verschiedene Wattwiler Strassennamen vor und erklärt deren Herkunft und Bedeutung

Die Bärenfelsstrasse zweigt von der Mülitobelstrasse (im Ulisbach) nördlich ab, führt dann in östlicher Richtung durch das damals neue Wohnquartier und mündet dann in die Schmidbergstrasse. Baujahr: 1976, Länge 130 Meter.

Im Jahre 1253 liess der streitbare Abt Berchtold von Falkenstein auf der Panneregg das Blockhaus «Bärenfels» errichten, um von hier das Schloss Iberg zu belagern. Nachdem das Schloss in die Hände des Abtes gefallen war und das Blockhaus seinen Zweck erfüllt hatte, wurde es Waldbrüdern überlassen, welche es in der Folge rund 150 Jahre bewohnten. Am 28.

April 1411 hat der damalige ebenso streitbare Abt Kuno die Panneregg einer Schwesterngemeinschaft übergeben, welche die ehemalige Burg «Bärenfels» um das Jahr 1600 durch ein Kloster mit Kirche ersetzte. Kurze Zeit darauf, am 16. Juni 1620 wurde das Werk zweier Jahrzehnte ein Raub der Flammen. Die obdachlos gewordenen Nonnen fanden vorerst Unterkunft im Schloss Iberg.

Bereits im Jahre 1621 entstand dann auf der Wenkenrüti, dem Chapf vorgelagert, das heutige Kloster Sta Maria der Engel.

Thomas Appius