«Bären» schreibt schwarz

Am 2. Juni verhängte das Konkursamt Wil den Konkurs über die Mia GmbH, Pächterin des Restaurants und Hotels Bären. Es geht trotzdem weiter.

Beat Lanzendorfer
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Die Dorfkorporation führt den Hotelbetrieb im «Bären» in Eigenregie. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Die Dorfkorporation führt den Hotelbetrieb im «Bären» in Eigenregie. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Die Anfänge des Gasthauses Bären gehen auf das Jahr 1878 zurück. In der jetzigen Form präsentiert sich der Bau an der Verzweigung Bahnhof-/Wilerstrasse seit vier Jahren. Nachdem die Stimmbürger an der Korporationsversammlung 2010 die Zustimmung zum Kreditantrag über 3,6 Millionen Franken erteilten, kam es nach einer einjährigen Bauzeit zur Neueröffnung im Januar 2012. Die jüngste Vergangenheit stand unter keinem glücklichen Stern. Zwei Pächter brachten dem «Bären» nicht den gewünschten Erfolg.

Nach der Schliessung im Juni vereinbarte die Dorfkorporation, als Besitzerin der Immobilie, mit dem Konkursamt Wil, den Hotelbetrieb weiterzuführen. Nun ist es Felix Forster, deren Präsident, ein Anliegen, über den Stand der Dinge zu informieren. Es tauchten des Öfteren Fragen auf, wie es mit dem «Bären» weitergeht. Letztlich geht es darum: Ist das Objekt finanziell tragbar, wenn das Restaurant geschlossen ist? «Ich kann die Einwohner beruhigen, die Finanzen sind im Lot», klärt Forster auf.

Das Hotel wird seit fünf Monaten von Iris Buchegger und Monica Ribeiro, beide im Dorf wohnhaft, geführt. Iris Buchegger arbeitet mit einem 40-Prozent-Pensum. Dieses beinhaltet Büroarbeiten und Rezeption. Monica Ribeiro ist in ihrer 80-Prozent-Anstellung für die Zimmer zuständig, trägt die Verantwortung beim Check-in und Check-out, bereitet den Gästen das Frühstück, besorgt die anfallende Wäsche und erledigt die Umgebungsarbeiten.

«Diese Lösung klappt hervorragend, sie hat sich bewährt», erklärt Forster. Laut seiner Aussage sind die zwölf Zimmer plus die Wohnung, insgesamt 25 Betten, zu gut 80 Prozent ausgelastet. «Es kommt sogar vor, dass wir Gäste abweisen müssen. Von heute Freitag bis Sonntag, wenn die Fidelen Mölltaler ihre Abschiedskonzerte in der Ifang-Halle geben, hätten wir die Zimmer sogar doppelt und dreifach vermieten können.» Iris Buchegger ergänzt: «Unter der Woche steigen im Hotel viele Arbeiter und Geschäftsleute ab. Am Wochenende sind es dann häufig Touristen.»

Situation ist für Dorfkorporation beruhigend

Trotz guter Lösung stellt sich die Frage: Wie geht es mit dem Restaurant weiter? Dazu Felix Forster: «Ich habe von Anfang an betont, dass wir keine schnelle, sondern eine nachhaltige Lösung anstreben. Dank des guten Geschäftsganges im Hotelbetrieb kann ich den Einwohnern versichern, der <Bären> wirtschaftet zurzeit auch ohne das Restaurant nicht nur kostendeckend, es bleibt am Ende des Tages sogar ein kleiner Gewinn. Dies ist für uns von der Dorfkorporation eine beruhigende Situation. Weil kein akuter Handlungsbedarf angezeigt ist, ist es möglich, dass wir an dieser Situation auch im nächsten Jahr festhalten. Wir stehen nicht unter Druck und möchten die Entwicklung im Dorf abwarten.» Er verweist in diesem Zusammenhang auf die Überbauung «Spelteriniwiese», in der laut Bauplänen ein Café vorgesehen ist. Forster sieht es auch nicht als Nachteil, wenn die Gäste im Bären kein Mittag- und Nachtessen einnehmen können: «Wir verweisen sie an die anderen Restaurants im Dorf, die dadurch sogar profitieren.»

Im Übrigen kann der Saal im «Bären», ohne Küche, für Anlässe jeglicher Art zu günstigen Konditionen gemietet werden kann.

info@baeren-bazenheid.ch www.baeren-bazenheid.ch Telefonnummer 071 931 21 10

Iris Buchegger Administration/Rezeption

Iris Buchegger Administration/Rezeption

Felix Forster Präsident Dorfkorporation

Felix Forster Präsident Dorfkorporation

Monica Ribeiro Allrounderin

Monica Ribeiro Allrounderin

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