Freibad Teufen verschiebt das Saisonende um eine Woche

Für die Freibäder im Appenzellerland war der Sommer 2018 ein Guter. In Teufen wird die Saison nun um eine Woche verlängert. Andere Betreiber entscheiden spontan über eine Verschiebung des Saisonendes. Nur in Rehetobel ist diesen Sonntag Schluss mit Baden.

Mea McGhee
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In Teufen endet die Badisaison erst am 8. September. (Bild: UWF)

In Teufen endet die Badisaison erst am 8. September. (Bild: UWF)

Auch wenn der Sommer dieses Wochenende eine kurze Pause einlegt, gibt es frohe Kunde für die Gäste des Freibades Teufen: «Die Saison 2018 wird dank dem schönen Wetter um eine Woche verlängert», heisst es auf der Website der Gemeinde. Wie im Ressort Betriebe und Sicherheit entschieden wurde, schliesst die Anlage aufgrund des zu erwartenden Wettertrends erst am Abend des 8. September.

Die Verträge laufen bis Ende Monat

Auch in Appenzell ist an diesem Datum Schluss. Einen Tag länger, bis Sonntagabend, sind die Freibäder in Gais, Herisau, Waldstatt Heiden und Walzenhausen geöffnet. Im Vorderland zieht man gar eine Verlängerung bis Mitte September in Betracht, entschieden werde aber kurzfristig, sagen die Bademeister in Heiden und Walzenhausen. Bereits diesen Sonntagabend endet die Saison im Freibad Rehetobel. «Die Verträge mit dem Personal laufen bis Ende Monat», begründet Kioskbetreiber Martin Schoch. Er spricht von einem «super Sommer», welcher der Badi mehr Besucher und dem Kiosk rund ein Drittel mehr Umsatz gebracht habe als in einem durchschnittlichen Jahr.

Die Leute sind etwas gesättigt

Auch andernorts ist man zufrieden, auch wenn noch keine definitiven Zahlen vorliegen. «Es gab nur Spitzentage», sagt Ruedi Fehr, Bademeister in Herisau. Hier liegen die Besucherzahlen deutlich über dem Vorjahr. In einer Umfrage hätten sich die Badigäste zudem sehr zufrieden geäussert. Am 1. September lädt das Freibad Sonnenberg zu einem Attraktionentag mit verschiedenem Spielmaterial. Man merke, dass die Leute allmählich gesättigt seien. Wohl kämen die Dauerschwimmer regelmässig, ansonsten hätten die Besucherzahlen nach den Sommerferien aber abgenommen, so Fehr.

Laut Sandra Krüsi, stellvertretende Bademeisterin in Teufen, war 2018 eine gute, aber keine Spitzensaison. Den Tag mit der höchsten Frequenz verzeichnete man am 5. August mit 1030 Gästen. 1200 oder mehr Besucher wie im Hitzesommer 2003 habe es nie gehabt.

In Gais dürfte es eines der besten Ergebnisse geben, vergleichbar mit 2003. Auch viele auswärtige Gäste hätten das Freibad Rotenwies besucht und gesagt, dass sie vor allem die Ruhe in der kleinen Anlage schätzen, so Bausekretär Markus Nef.

Das erneuerte Schwimmbecken gefalle den Leuten, sagt Annelise Kuratli, Kioskleiterin des Schwimmbades Waldstatt. Die Besucherzahlen seien sehr konstant gewesen, Ausreisser nach oben habe es nicht gegeben.

Kein Spitzenjahr

In Appenzell vergleicht Bademeister Karl Inauen die Saison mit jener von 2015. Insbesondere für die Schwimmer seien die Bedingungen ideal gewesen. Trotz des schönen Wetters verzeichnete man hier keinen Spitzentag. «Daher ist es auch kein Spitzenjahr», so Inauen. Nach Absprache mit den Verantwortlichen der Regierung verzichte man auf eine Verlängerung der Saison.

Ueli Frigg, Bademeister in Heiden, sagt: «Es wird kein Rekordjahr.» 800 bis 900 Gäste zählte man mehrmals, nicht aber 1000 wie in anderen Jahren. «Die Leute gingen wohl vermehrt in Seen und Flüssen baden.» Finanziell sehe es aber gut aus, nicht zuletzt dank vieler Touristen, die Einzeleintritte gekauft hätten, so Frigg.

Auch in Walzenhausen wurden viele Auswärtige registriert. Bademeister Richard Schröter vermutet, dass die Rheintaler an Hitzetagen hierher auswichen. Etwas beeinträchtigt wurde der Badespass durch die Baustelle an der nahen Kantonsstrasse.