Badehaus Veränderungen

Badhaus-Anderes Über den

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Badhaus-Anderes Über den

26. Besitzer, Andreas Giezendanner, genannt Badhaus-Anderes, von Kappel und Enetbüel, ist viel bekannt. Der alleinige Badmeister bleibt stets ledig. Laut einer Druckschrift, die er 1849 erlässt, umfassen das Hauptgebäude und der ältere Anbau 18 Schlafzimmer mit 50 Betten, es gibt einen grossen Saal für Unterhaltung, und die Badkästen sind in drei Zimmern verteilt à 26, 7 und 3 Badkästen. Unter Giezendanner werden ein schöner Spazierweg zur Quelle angelegt, die Quellfassung überbaut, Brunnenstube sowie Trinklaube errichtet und ein Forellen-Fischbehälter sowie ein Kegelplatz gebaut. Einen lange gehegten Wunsch, nämlich die Zufahrt zu verbessern, bleibt auch ihm unerfüllt. Das Mühletobel bleibt ein Hindernis.

Tanzsaal 1856 kauft Johann Jakob Scherrer von Nesslau das Rietbad. Es erlebt Veränderungen. Die Badezimmer werden für beide Geschlechter getrennt, anstelle der Scheune entsteht ein Tanzsaalgebäude. Die Quelle wird neu gefasst und ein Hüttchen darüber errichtet, die Leitung von der Quelle zur Trinkhalle gezogen. 1859 wird die Strasse von Sidwald nach Ennetbühl gebaut und das Badhaus endlich besser erschlossen.

Skiliftanlage Unter seinem Schwiegersohn Jakob Bosshard-Scherrer von Starkenbach werden dank der Initiative einiger weitsichtiger Männer 1902 die Betonbrücke über das Mühletobel errichtet und die Strasse ausgebaut. Dessen Sohn Gottlieb setzt sich dafür ein, dass die Strassenverbindung Toggenburg-Appenzellerland errichtet wird. Er lässt die Skiliftanlage bauen, um auch im Winter Gäste anzusprechen. Als Kantonsrat gelingt es ihm, Tagungen an sein Haus zu knüpfen.

Zerstörung Das Rietbad bleibt im Besitz der Bosshards, bis ein Brand das Kurhaus 1988 zerstört und die 500jährige Bädertradition abrupt endet.