Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Bachöffnung als Hochwasserschutz

Die Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann reagiert auf Überschwemmungen nach massiven Gewittern. Der Städeli-Tobel-Bach soll im Gebiet Chuchitobel ausgedohlt werden.
Sabine Schmid

Kaum ergoss sich ein starkes Gewitter über Wildhaus, mussten sich die Anwohner des Städeli-Tobel-Bachs gegen eine Überschwemmung wehren. Die Schächte entlang der Steinrüti und der Schönenbodenstrasse vermochten das Wasser nicht zu schlucken und der Durchlass des Bachs war zu klein dimensioniert. «Auf Wunsch von den Anwohnern haben wir zusammen mit dem Ingenieurbüro FKL und Partner ein Projekt ausgearbeitet, um den Städeli-Tobel-Bach zu öffnen», erklärt Bruno Egloff, Bauverwalter der Gemeinden Wildhaus-Alt St. Johann.

Wasser soll ins Bachbett fliessen

Dieses sieht vor, den Bach auf einer Länge von rund 110 Metern auszudohlen. Bis unter die Schönenbodenstrasse wird der Bach weiterhin unterirdisch geleitet. Unterhalb der Strasse, entlang des Baches, wird das Gelände so angepasst, dass das Wasser ins Bachbett geleitet wird. Am unteren Ende der Bachöffnung muss die Sohle speziell befestigt werden, dass das bestehende Gelände weiterhin bewirtschaftet werden kann. Bei allen Arbeiten haben die Planer das Gefälle der Offenlegung anhand der bestehenden Topographie festgelegt. Dabei sei darauf geachtet worden, möglichst wenig zu verändern, sagt Egloff. Im Zuge der Bachöffnung sollen auch Seitenkanäle saniert und so dimensioniert werden, dass die Einlaufschächte nicht mehr überlaufen. Besonders bei der Meteorwasserleitung von Gamplüt bestehe Handlungsbedarf, denn sie sei komplett eingedrückt. «Wir gehen davon aus, dass mit dieser Erneuerung und der Offenlegung des Bachs die Überschwemmungsgefahr rasch gebannt werden kann», sagt Bruno Egloff.

Parkplatz soll nicht geteert werden

Mit dem Projekt der Bachöffnung kommt die Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann dem Kanton entgegen, der möglichst viele eingedohlte Bäche renaturieren möchte. Im Gebiet oberhalb der Schönenbodenstrasse stehe eine Bachoffenlegung jedoch nicht zur Diskussion, sagte Bruno Egloff. Dies, weil die Gemeinde sonst den Parkplatz aufheben müsste. Ebenfalls keine Option sei es, den ganzen Parkplatz zu teeren. «Mit dem Kiesbelag kann das Regenwasser natürlich versichern und fliesst, gemäss der Topographie, in den Bach. Wäre der komplette Platz geteert, brächte es zusätzliche Schächte», erklärt Bruno Egloff.

Das Projekt für die Bachöffnung liegt derzeit bei der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann öffentlich auf. «Bis jetzt ist das Echo positiv», sagt Bruno Egloff. Bleibt es dabei und werden keine Einsprachen dagegen eingereicht, kann das Projekt im kommenden Jahr realisiert werden. Bruno Egloff rechnet damit, dass die Bauarbeiten zwei Monate dauern. Bezahlt werden soll die Bachöffnung von der Gemeinde und vom Kanton. Aufgrund des grossen Einzugsgebiets des Städeli-Tobel-Bachs hat die Gemeinde auf Perimeterbeiträge verzichtet.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.