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AZMOOS/REGION: «Das Vieh kehrt gut genährt von den Alpen zurück»

Die Wochen im September sind die Zeit der Alpabtriebe. Gestern beispielsweise kehrte das Vieh von den Palfrieser Alpen der Ortsgemeinde Wartau ins Tal zurück. Der Alpsommer 2017 war gut – sowohl auf dem Palfries als auch in der Region.
Katharina Rutz
Auch 42 Ziegen verbrachten den Sommer auf den Alpen der Ortsgemeinde Wartau. (Bild: Katharina Rutz)

Auch 42 Ziegen verbrachten den Sommer auf den Alpen der Ortsgemeinde Wartau. (Bild: Katharina Rutz)

Erleichterung und etwas Müdigkeit stand in den Gesichtern der Älpler der Ortsgemeinde Wartau, als sie gestern ihre rund 380 Tiere gesund ins Tal trieben.

Im Regen trafen die geschmückten Kühe und Ziegen beim Werkhof in Azmoos ein. Dort standen die Traktoren und Lastwagen der Besitzer bereits für den Heimtransport bereit. Die Landwirte, welche ihr Vieh auf den Palfrieser Alpen der Ortsgemeinde Wartau sömmerten, stammen bei weitem nicht nur aus der Gemeinde.

Weniger Milch aber top Käse

Mit dem Alpsommer zeigten sich die Verantwortlichen der Ortsgemeinde zufrieden. Der diesjährige Alpsommer war für die Werdenberger und Toggenburger Älpler insgesamt gut, wie die beiden Zuständigen Marco Bolt und Markus Hobi gegenüber dem W&O bestätigten. Das Vieh kehre in diesen Wochen gut genährt ins Tal zurück. Einschränkungen gab es jedoch bei der Milchmenge. «Nach dem späten Schneefall Anfang Mai kam es vor allem auf tiefer gelegenen Alpen zu einem explosionsartigen Graswachstum», erklärt Marco Bolt. Das Gras wuchs schneller, als die Kühe dieses fressen konnten. Es wurde deshalb mancherorts alt und verlor an Nährstoffen. Dies habe vor allem auf Kuhalpen, die wegen der Milchproduktion auf nährstoffreiches Futter angewiesen sind, zu Problemen geführt, so Bolt. Da das überständige Gras zudem weniger gerne gefressen werde, führe dies direkt zu einer schlechteren Milchleistung. Dieses Problem hatten laut Markus Hobi auch die südseitigen Alpen im Toggenburg. Durch die gesunkene Milchmenge gab es weniger Käse. «In Sachen Qualität ist dies aber dennoch ein Spitzenjahr», sagt Markus Hobi.

Problematisch waren in diesem Alpsommer auch die Steinschläge. «Mit dem sehr kalten Januar und dem heissen Juni wurden Steinschläge begünstigt», begründet Hobi. Vom Steinschlag waren vor allem auch die Schafalpen betroffen. Ebenfalls auffällig häufig erkrankte das Jungvieh auf den Werdenberger und Toggenburger Alpen an Weidekeratitis. Im Volksmund ist diese Augenkrankheit auch als Nagel bekannt. Die Augenentzündung trete typischerweise in den Sommermonaten bei gealpten Rindern und Kälbern auf, so Marco Bolt. «Die Krankheit ist auf die heissen trockenen Wochen und die daraus resultierenden hohen UV-Strahlenwerte zurückzuführen», sagt er. Fliegen übertragen die Krankheit und auch davon gab es in diesem Sommer sehr viele, wie Marco Bolt bestätigt: «Das schöne Wetter brachte vor allem von Juni bis Mitte August überdurchschnittlich viel Ungeziefer wie Fliegen und Bremsen mit sich.» Auch im Toggenburg war man froh, die Tiere wegen der Bremsen einstallen zu können.

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