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Autopsie des Vaters

Lesetipp

Ania hat ihren Vater jahrelang kaum gesehen. Da erreicht sie eines Tages ein Anruf: Gabriel hat in der Nacht Selbstmord begangen. Der Freitod scheint im Zusammenhang mit dem Skandal zu stehen, den der als linker Intellektueller bekannte Radiojournalist ausgelöst hat, als er öffentlich Partei für zwei junge Einheimische ergriff, die an seinem Wohnort einen afrikanischen Sans-Papiers brutal ermordet haben. Als sich Ania zur Beerdigung in der Pariser Peripherie aufmacht, schlägt ihr in dem tief gespaltenen Dorf eine hasserfüllte Atmosphäre entgegen. Aber auch in ihrem alten Elternhaus stösst sie nur auf Fremdheit.

Pascale Kramer erzählt vom Wegschauen, von der Abschottung einer ganzen Gesellschaftsschicht und wirft gleichzeitig ein schmerzhaft klares Licht auf das Innerste einer Familie, die verpasste Verständigung zwischen Vater und Tochter.

Hinweis Pascale Kramer: Autopsie des Vaters; Verlag: Rotpunkt, 200 Seiten; Bibliothek Lichtensteig

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