AUTOMATISIERUNG: Appenzeller Bahnen auch künftig mit Lokführer

Die Appenzeller Bahnen wollen beim Betrieb mit Lokführern bleiben.

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Bei den Appenzeller Bahnen (AB) sind im Moment keine selbstfahrenden Züge geplant, teilte die stellvertretende Mediensprecherin Sabrina Huber mit. Auf den grössten Linien würden ab 2018 komplett neue Züge in Betrieb genommen. Sie seien für den Betrieb mit Lokführer konzipiert und würden rund 25 Jahre im Einsatz sein. Die AB sähen keinen Grund, ihre Lokführerinnen und Lokführer zu ersetzen, denn im persönlichen Kontakt zur Kundschaft liege eine Chance. Lokführer würden auf den touristischen Linien auch oft als Ansprechperson für unter anderem Reiseauskünfte oder Billette fungieren, heisst es.

In Zug und in Sitten verkehren seit 2016 automatische Postkleinbusse im Rahmen eines Versuchs. In Zug planen die SBB ebenfalls einen solchen Testbetrieb. Automatisch fahrende Züge gibt es in einigen Städten, etwa als Hoch- oder Untergrundbahnsysteme. Ein Beispiel ist die Metro Paris, wo zwei Linien – darunter die von der Frequenz wichtigste Linie – automatisiert sind. Eine weitere soll in den nächsten Jahren folgen. In der Schweiz ist die Metro Lausanne die nach Passagierzahlen wichtigste automatisch fahrende Bahn. In St. Gallen ist der Mühlegg-Aufzug automatisiert. Bei automatisch fahrenden Untergrund- und Hochbahnen handelt es sich aber um Systeme, die vom übrigen Verkehr getrennt sind, im Gegensatz zu den Bahnstrecken Wattwil–Nesslau und Wattwil–Mogelsberg. Die Automatisierung ist an und für sich nichts Neues. Früher hatten Lifte in Häusern Bedienungspersonal. Heute bedienen die Fahrgäste die Lifte selber. (jm/mkn)