Auswärtssieg lässt hoffen

VOLLEYBALL. Im dritten Spiel dieser Saison konnte Volley Toggenburg endlich Punkte gegen Sm'Aesch-Pfeffingen gewinnen. Mit dem 2:3-Auswärtssieg am Donnerstagabend ist Volley Toggenburg perfekt in die Playout-Runde der Nationalliga A gestartet.

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Volley Toggenburg hofft beim Rückspiel gegen Sm'Aesch-Pfeffingen auf die Unterstützung des Publikums. (Bild: pd)

Volley Toggenburg hofft beim Rückspiel gegen Sm'Aesch-Pfeffingen auf die Unterstützung des Publikums. (Bild: pd)

Bereits am Samstag steht das Rückspiel gegen die gleichen Gegnerinnen zu Hause in Wattwil auf dem Programm. Volley Toggenburg hat sich viel für die Playouts vorgenommen. Mit einem Bonuspunkt als neuntplaziertes Team starteten die Ostschweizerinnen im Kampf um den direkten Ligaerhalt in der Runde der Teams von Rang 7 bis 10.

Volley Toggenburg konnte den Schwung aus dem letzten Spiel der Qualifikationsrunde, wo man überraschend deutlich auswärts gegen FC Luzern mit 0:3 gewinnen konnte, voll mitnehmen. Mit präzisen Services bedrängten die St. Gallerinnen ihre Gegnerinnen. Unter Druck schienen den Baslerinnen die Nerven zu flattern: die vier Ausländerinnen konnten zusammen mit der Nationalspielerin Tschopp das Spiel nicht beruhigen. Im Gegenteil: Volley Toggenburg kämpfte um jeden Ball und spielte mit viel Selbstvertrauen keck auf. Der erste Satz blieb bis am Schluss hart umkämpft. Plötzlich passierten den Gastgeberinnen aber ein, zwei Eigenfehler zu viel und schon ging der Satz mit 21:25 an die Aussenseiterinnen aus dem Toggenburg.

Nervenflattern pur

Leider konnte Volley Toggenburg im zweiten und dritten Satz nicht mehr an die starke Leistung vom ersten Satz anknüpfen. Jetzt servierten die Baslerinnen plötzlich stärker und mit weniger Eigenfehlern. Die Wattwilerinnen kämpften sich zwar nach teilweise grossen Rückständen immer wieder heran. Doch das Spiel kippte definitiv auf die Seite von Sm'Aesch-Pfeffingen. Die klaren Favoritinnen, die über mehr als das vierfache des Toggenburger Budgets verfügen und teilweise professionell trainieren, hielten das Heft fest in ihrer Hand. Zwei klare Satzgewinne waren die logische Folge. Und schon schien der Ausgang des Spiels klar.

Sicher niemand mehr in der Halle gab Volley Toggenburg nur den Hauch einer Chance. Im vierten Satz traute das Publikum aber seinen Augen kaum: Plötzlich lag Volley Toggenburg dank ein paar hervorragenden Aktionen mit 2:8 vorne. Sm'Aesch-Pfeffingen war völlig von der Rolle und konnte mit den wie verwandelt aufspielenden Toggenburgerinnen nicht mehr mithalten. Bis zum Stande von 7:14 hatten die Gäste das Spiel voll im Griff. Doch jetzt begann das Nervenflattern auf Toggenburger Seite: Sm'Aesch-Pfeffingen holte Punkt für Punkt auf und kam bis zum 20:21 heran.

Doch für einmal hielten die Nerven von Volley Toggenburg. In einem Herzschlagfinale gewann man diesen wichtigen vierten Satz und hatte so mindestens einen Punkt auf sicher. Total frustriert von der knappen Satzniederlage waren die Gastgeberinnen. Sm'Aesch-Pfeffingen wirkte mental angeschlagen und fand zu Beginn des Entscheidungssatzes überhaupt nicht ins Spiel. Da half auch das frühe Time-out des Neo-Nationaltrainers Timo Lippuner beim Stande von 0:2 nichts. Volley Toggenburg wechselte mit 8:3 die Seiten. Doch wieder machten es die St. Gallerinnen spannend. Sm'Aesch-Pfeffingen buchte die nächsten drei Punkte und verkürzte auf 6:8. Zum Glück konnte in dieser entscheidenden Phase Volley Toggenburg dagegenhalten und ein stabiles Side-Out-Spiel aufziehen. Frenetisch wurde der letzte Punkt zum 11:15-Endstand nach mehr als zwei Stunden gefeiert.

Wichtiges Rückspiel

Volley Toggenburg ist mit diesem wichtigen Auswärtssieg perfekt in die Playout-Runde gestartet. Bereits am Samstag steht nun das Rückspiel gegen die gleichen Gegnerinnen auf dem Programm. Volley Toggenburg hat nach diesem Sieg sicher einen leichten mentalen Vorteil. Doch das qualitativ stark besetzte Team von Sm'Aesch-Pfeffingen ist zusammen mit dem Trainer Lippuner sicher fähig, diesen Rückschlag wegzustecken. Entscheidend kann das Heimpublikum für Volley Toggenburg sein. Daher hoffen die Spielerinnen auf lautstarke Toggenburger-Unterstützung. (pd)

Playout-Rückspiel gegen Sm'Aesch-Pfeffingen: Samstag, 22. Februar, 17.30 Uhr, Rietsteinhalle Wattwil. www.volleytoggenburg.ch Sm'Aesch-Pfeffingen – Volley Toggenburg 2:3 (21:25, 25:17, 25:20, 23:25, 11:15). Volley Toggenburg: Aylin Baghdady, Leslie Betz, Stephanie Zielinsky, Kelcey Dunaway, Aurelia Schmidlin, Anja Lutz, Nina Lutz, Marina Schneider, Giulia Passaseo. Coach: Marcel Erni. Patricia Humbel fehlte aus beruflichen Gründen. Sm'Aesch-Pfeffingen: K. Becker, C. Donahane, S. Hänggi, K. Neto, A. Wallhöfer, L. Gysin, F. Geiger, D. Haussener, M. Plourde, M. Matter, L. Sacher, L. Tschopp. Coach: Timo Lippuner. Spieldauer: 108 Minuten (27, 20, 23, 26, 13). Schiedsrichter: Matthias Becker und Nadine Wyler-Hefti.

Nina Lutz beim Zuspiel an eine weitere Toggenburger Volleyballerin. (Bild: pd)

Nina Lutz beim Zuspiel an eine weitere Toggenburger Volleyballerin. (Bild: pd)

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