Austoben und ausprobieren

Wenig Wetterglück, aber umso mehr Spiel und Spass konnte am Wochenende das 17. Zirpsenfest in Wattwil über die Bühne gehen. Die vier Jugendorganisationen der Gemeinde boten den Kindern und Jugendlichen grösste Abwechslung.

Nadine Rydzyk
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Cliffhanger oder doch eher in den Seilen hängen? (Bilder: Thomas Geissler)

Cliffhanger oder doch eher in den Seilen hängen? (Bilder: Thomas Geissler)

WATTWIL. Unter dem Motto «Zirpsen in der Schweiz» hatten Jungschar, Pfadfinder, Cevi sowie Jungwacht und Blauring Wattwil am Samstag und Sonntag zu Spiel, Spass und Spannung auf die Wiese neben dem Gemeindehaus geladen. Neben Klassikern wie dem «fliegenden Zirps», das Insekt, welches zum Wappentier des Festes geworden ist, konnten die Kinder und Jugendlichen im Schwingen gegeneinander antreten oder versuchen, sich auf dem Rücken einer aufblasbaren Milchkuh im Rodeo-Modus zu halten.

Viele kreative Möglichkeiten

Hintergrund des Zirpsenfests war und ist der Wunsch der vier Jugendorganisationen, sich mit einem gemeinsamen Anlass zu präsentieren, wobei die Stärken der einzelnen Scharen optimal genutzt werden können, erklärt OK-Präsident Jonathan Défago. «Die Kinder sollen Spass haben, und gleichzeitig ist es noch eine gute Möglichkeit für uns, ein bisschen Werbung für den jeweiligen Verein zu machen», erzählt er. So zeigt die Erfahrung, dass nach dem Zirpsenfest durchaus einige Neulinge den Weg in einen der Jugendvereine finden, auch wenn das Freizeitangebot heute nahezu unüberschaubar gross geworden ist.

45 Leiterinnen und Leiter waren am Wochenende dafür im Einsatz und boten vom Schminken und Basteln bis zum Harassenstapeln jede Menge Möglichkeiten, sich auszutoben und auszuprobieren. Dabei war auch an jede Altersstufe von den kleinen Knirpsen bis zu den Teenies gedacht. Denn während die einen noch fröhlich das Gumpischloss erobern konnten, schossen sich andere gegenseitig mit Bällen und per Falltürtechnik vom Brett, legten sich auf der Wasserbahn ins Zeug, befeuerten einander von den Wasserwurftürmen, erklommen die Kletterwände und übten sich im Hosenlupf – inklusive des anerkennenden Abwischens des Sägemehls vom Rücken des Verlierers nach dem Kampf.

Ohne Turm, aber mit Spass

Für das Organisationskomitee gab es nur einen Wermutstropfen: «Leider konnten wir wegen der verschärften Sicherheitsbestimmungen unseren Turm nicht aufstellen», bedauert Jonathan Défago. Der zweistöckige Turm mit Wasser- und Trockenrutsche war bereits zu einem Wahrzeichen und Publikumsmagneten für das Fest geworden. «Wir haben zwar volles Verständnis dafür, auch wenn noch nie etwas passiert ist. Dennoch bedauern wir es, dass wir auf den Turm verzichten mussten», so Jonathan Défago. Dass sich dadurch die Aufbauzeit für das Fest verkürzt hat, ist da nur ein schwacher Trost, denn «das macht uns ja auch Spass».

Ein schwungvoller Ritt auf der Milchkuh sorgte für viel Heiterkeit.

Ein schwungvoller Ritt auf der Milchkuh sorgte für viel Heiterkeit.

Typisch schweizerisch wurde beim Zirpsenfest auch geschwungen.

Typisch schweizerisch wurde beim Zirpsenfest auch geschwungen.

Mit dem richtigen Make-up geht alles noch viel besser.

Mit dem richtigen Make-up geht alles noch viel besser.