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Ausstellungsmacher mit Herz

In der Kreativität kennt Hansjürg Hörler keine Grenzen. Er entwickelt immer wieder neue Ideen, um der Bevölkerung die Landwirtschaft nahezubringen.
Martin Brunner
Schaf und Ziege bereitete Hansjürg Hörler für die Ausstellung an der diesjährigen Olma vor. (Bild: mbr)

Schaf und Ziege bereitete Hansjürg Hörler für die Ausstellung an der diesjährigen Olma vor. (Bild: mbr)

Der grosse Teil der Bevölkerung lebt ziemlich weit weg von der Landwirtschaft. Viele kommen kaum in Kontakt mit der Arbeit, die ein Landwirt Tag für Tag ausführt. Dies so weit als möglich zu verbessern, hat sich Hansjürg Hörler vorgenommen. Seit 25 Jahren gestaltet er Ausstellungen zu Landwirtschaft und Ernährung. «Ich möchte zeigen, wie wichtig die Landwirtschaft im Zusammenspiel mit der Ernährung ist und wie das Leben der Bauern aussieht», erzählt er. «Ich möchte aber auch darauf hinweisen, welch grossen Beitrag sie an Ökologie, Biodiversität und Nachhaltigkeit leisten, und dies trotz wirtschaftlichem Druck.» Natur, Landwirtschaft und Ernährung sind seine grossen Anliegen. Dabei steht im Vordergrund, dass Hörler das jeweilige Thema möglichst eindrücklich zu den Menschen bringen kann. «An der diesjährigen Olma zum Beispiel ging es um die Milch, von der Produktion über die Verarbeitung bis zum Genuss», sagt er. «Diesen Weg stellte ich so naturgetreu und so vielfältig wie möglich dar.» Die Ausstellung führte das Publikum vom Grasland Schweiz übers Veredlungswunder Kuh bis zum Melken mit Roboter und Käsen. Hörler ist fasziniert von solchen Arbeiten. «Diese kreative und künstlerische Arbeit macht mir viel Freude. Besonders schön sind jene Momente, wenn das Publikum sich ebenso freut wie ich.» Er sieht sich deshalb als Ausstellungsmacher mit Herz.

Dankbare Bauern, wertvolle Kontakte

Hansjürg Hörler betreut vom Konzept über die Finanzierung, die Produktion und die Gestaltung seiner Ausstellungen alles selber. Diese Arbeit beginnt in der Regel ein Jahr vor dem Eröffnungstermin. Geht es um konkretes fachliches Wissen, so greift er auf ein Netzwerk von Fachstellen zurück, das er sich erarbeitet hat. In der Produktion arbeitet er mit Partnerfirmen zusammen. Für die Holzarbeiten zum Beispiel ist es eine Schreinerei, die Arbeitslose und Invalide beschäftigt. Für Bilder ist er selber mit seiner Kamera unterwegs. «Dabei erlebe ich immer wieder, wie dankbar die Bauern für diese Öffentlichkeitsarbeit sind», betont er. «Diese Kontakte sind für mich besonders wertvoll.»

Unterdessen kennt man den Ausstellungsmacher in der ganzen Schweiz. Hörler arbeitet auch im Projekt «Gut, gibt's die Schweizer Bauern» für den Schweizer Bauernverband. Er gestaltete auf dem Bundesplatz in Bern ein blühendes Rapsfeld, eine Ausstellung zu Biodiversität und an der BEA die Sonderschau im Grünen Zentrum. Auch die Landi Sursee hat ihn für eine Sonderschau engagiert. «Dabei geht es um die Vorteile der Schweizer Nahrungsmittel gegenüber ausländischen», erklärt er. «Als Sonderschau zeigten wir an der diesjährigen Olma zudem die Ausstellung <Landwirtschaft und Ernährung im Wandel der Zeit>.»

Startschuss fällt mit Auftrag des Buwal

Zu seinem heutigen Beruf ist Hansjürg Hörler vor 25 Jahren gekommen. Als gelernter Landwirt und Agronom aus Speicher stellte er mit Untersuchungen hohe Belastungen besonders von Gartenböden fest – unter anderem eine Folge von unsachgemässem Gärtnern.

«Für das damalige Buwal konnte ich daraufhin eine Infokampagne zu naturnahem Gärtnern mit Gartenlehrpfad und anschliessend die Wanderausstellung <Erlebnis Boden> gestalten und realisieren. Das war der Startschuss für meine heutige Tätigkeit.»

www.naturnah.ch

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