Ausstellung «Mosaik» in Brunnadern

BRUNNADERN. In der Dorfbibliothek Brunnadern stellt die Mosaik-Künstlerin Kathrin Sennhauser aus Wattwil ihre Kunstwerke vom 7. September bis 6. November aus. Sie präsentiert dem Besucher schillernde Objekte aus Keramik- und Glasstücken.

Christiana Sutter
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«Eigentlich ist es Recycling-Kunst», sagt Kathrin Sennhauser, die Hausfrau, Teilzeit-Logopädin und Mosaik-Künstlerin. Sie stellt ihre Mosaik-Werke in der Dorfbibliothek Brunnadern aus.

Freude an Sisyphusarbeit

«Es ist aber das, was ich am liebsten mache», sagt die Wattwilerin. Es sei die Freude am Gestalten, die sie vor neun Jahren zu dieser Tätigkeit geführt hat. Das Arbeiten mit Glasstücken sei eine Sisyphusarbeit, aber am Ende des Tages sehe man das Ergebnis. «Manchmal auch die zerschnittenen Finger», fügt sie lachend an. Kunstwerke von Niki de Saint Phalle und Friedensreich Hundertwasser inspirieren sie in der Ideenfindung. Sie habe Vorstellungen eines Objektes im Kopf, lasse diese ruhen und reifen, bevor sie mit der Gestaltung beginne. «Meistens entstehen während der Arbeit neue Formen und Ziele, das ist immer ein spannender Prozess», sagt Kathrin Sennhauser.

Glas aus Venedig

Die Glasstücke bezieht sie aus Restposten beim Plättlileger oder sie findet beim Besuch in der Brockenstube passendes Geschirr, dass sie später zu Scherben zerschneidet. «Bestimmte Glasstücke beziehe ich direkt aus den USA oder aus Venedig», erklärt die Mosaik-Künstlerin. Die Glasscherben aus Venedig seien in den Farben sehr intensiv. Dort werden sie für Mosaike in Kirchen verwendet, erklärt Kathrin Sennhauser.

Damit ein Mosaik entsteht, werden die «zerstückelten» Keramik- und Glasteile in einem Abstand aufgeklebt. In die Zwischenräume wird Plättli-Fugenmaterial eingefügt. Für transparente Stücke verwendet Kathrin Sennhauser Silikon und Fugenmasse. Windlichter, Tische, Vögel, Spiegel, Mosaikkugeln und Schalen sind in der Ausstellung zu besichtigen. Nicht nur die Mosaike stellt Kathrin Sennhauser selber her, sondern auch die Form der Objekte.

Beton und Mosaiksteine

So zum Beispiel fertigt sie die Schalen aus Beton. Kathrin Sennhauser erklärt, dass sie zwei Techniken habe, um die Betonschalen herzustellen. Sie werden entweder gegossen oder von Hand aufgebaut. Auch die Tische, die sie mit Mosaiken verziert, werden extra für sie geschweisst. «Thomas Freydl aus Ganterschwil, mein Schwager und ein Metallarbeiter aus Brunnadern stellen die Tische nach meinen Wünschen her», sagt sie. Anschliessend wird das Mosaik auf dem Tischblatt nach einem bestimmten Muster gestaltet. Ihr «Meisterstück», kann Kathrin Sennhauser in Brunnadern nicht ausstellen. Es ist das Badezimmer in ihrem Haus, an dem sie ein Jahr gearbeitet hat.

Ausstellung «Mosaik» von Kathrin Sennhauser in der Dorfbibliothek Brunnadern. Vernissage Freitag, 7. September ab 19 Uhr. Die Ausstellung dauert bis 6. November. Öffnungszeiten: Dienstag, 18 bis 20 Uhr; Mittwoch, 16 bis 18 Uh; Samstag 9 bis 11 Uhr. In den Herbstferien nur samstags.

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