Ausstellung für Lernende
In Urnäsch und im Internet: Freizeitarbeitenausstellung zeigt ihre Exponate in mehreren Phasen

Die Freizeitarbeitenausstellung 2021 der Appenzeller Lernenden findet wegen der Pandemie einen Monat später als geplant im Mai statt. Nachdem die Ausstellung im vergangenen Jahr nur virtuell durchgeführt werden konnte, sind nun wieder Besuche vor Ort möglich.

Elia Fagetti
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Besucher bei der Besichtigung der Ausstellung 2019. Nicht nur Schreinerarbeiten, sondern auch Arbeiten wie modifizierte Töffli, werden ausgestellt.

Besucher bei der Besichtigung der Ausstellung 2019. Nicht nur Schreinerarbeiten, sondern auch Arbeiten wie modifizierte Töffli, werden ausgestellt.

APZ

Es stand seit längerem fest, dass die Ausstellung in jedem Fall virtuell stattfinden würde. Mit den Lockerungen, die der Bund ausgesprochen hat, ändert sich nun das Konzept der Ausstellung. Der Präsident der Kommission Freizeitarbeiten Appenzell Ausser- und Innerrhoden, Andreas Welz, sagt dazu:

Andreas Welz, Präsident der Kommission Freizeitarbeiten Appenzell Ausser- und Innerrhoden.

Andreas Welz, Präsident der Kommission Freizeitarbeiten Appenzell Ausser- und Innerrhoden.

PD
«Wir haben uns immer die Option offengelassen, für die Öffentlichkeit aufzumachen. Die Ausstellung wird in drei Phasen aufgeteilt. »

In der ersten Phase wird für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufen der beiden Kantone Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden die Ausstellung vom 10. bis zum 12. Mai in Urnäsch geöffnet. Gegenwärtig werden viele Veranstaltungen abgesagt, die für die Berufswahl wichtig sind. Mit den vielen verschiedenen Arbeiten von Appenzeller Lernenden, welche diese in ihrer Freizeit erarbeitet haben, können viele Berufe besser kennengelernt werden. Die Jugendlichen erhalten durch die Ausstellung die Möglichkeit, einen Einblick in die gesamte Wertschöpfungskette der Betriebe zu nehmen. Den Oberstufenschulen der beiden Kantone Ausser- und Innerrhoden wird die Möglichkeit geboten, die Arbeiten exklusiv an drei Tagen zu besichtigen. Der Kanton unterstützt diese Art der Durchführung und die Schule Urnäsch stellt seine Hallen für diese Zeit zur Verfügung.

Zweite Phase findet im Internet statt

Die Ausstellung kann anschliessend in einer zweiten Phase ab dem 13. Mai während zweieinhalb Wochen bis zum 30. Mai virtuell auf der Website www.freizeitarbeiten.ch besichtigt werden. Aufgrund der guten Erfahrungen vom letzten Jahr wird wiederum ein Publikums- und ein Jurypreis vergeben. Auf der Website kann jede Besucherin und jeder Besucher seine Stimme für eine Arbeit abgeben. Was für Preise zu gewinnen sind, wurde noch nicht bekanntgegeben. Welz sagt:

«So ein Wettbewerb soll die Motivation der Lernenden anspornen.»

In der dritten Phase wird die Ausstellung auch vor Ort für die Öffentlichkeit über das Auffahrtswochenende vom 13. bis 16. Mai offenstehen. Wegen der kürzlich erfolgten Teillockerungen kann die Ausstellung mit einem Schutzkonzept stattfinden. Im Innenbereich können sich gleichzeitig 50 Personen aufhalten. Die Ausstellungsarbeiten werden dieses Jahr mit grösseren Abständen platziert, damit den Schutzvorschriften Rechnung getragen werden kann. Geöffnet ist die Ausstellung an allen Tagen von 10 Uhr bis 18 Uhr. Es findet keine Eröffnungsfeier statt.

Jeder Teilnehmer erhält ein Geschenk

Die Lernenden können ab sofort bis am siebten Mai ihre Arbeit mit einem Bild oder einem Video auf der Internetseite www.freizeitarbeiten.ch hochladen. Für diese Arbeit steht ein spezielles Tool zur Verfügung. Von einer Jury werden drei Gewinner ausgewählt und erhalten einen Preis.

Auch die virtuellen Besucher können ihre Stimme für das beste Projekt abgeben. Es wird ein Publikumspreis vergeben. Ziel sei es, dass die Jugendlichen ihre Angehörigen und Freunde motivieren, für sie zu stimmen. Das Zeitfenster für die Stimmabgabe ist vom 13. bis zum 30. Mai. Es bekommen alle Lernenden, welche an der Ausstellung teilnehmen, für ihre Arbeit ein Geschenk von der Kommission.

Mit dieser angepassten Ausstellung soll der grosse Einsatz der Jugendlichen gewürdigt werden. Die Aktionen auf dem Roten Platz in St. Gallen am Osterwochenende werfen kein gutes Bild auf die Jugend. Für Welz ist es wichtig, auch eine positive Seite der Jugend zur Geltung zu bringen. «Die Lernenden sollen stolz auf ihre Arbeit sein und durch die Unterstützung der Medien eine passende Plattform erhalten. Das Wichtigste ist es, den Jugendlichen eine breitere Perspektive ihrer Arbeit zu geben», sagt Welz.