Ausserrhoder Tiefbauamt plant 34 Projekte in diesem Jahr

AUSSERRHODEN. Im Jahr 2013 werden auf Ausserrhoder Strassen rund 19 Millionen Franken verbaut. Das grösste Projekt befindet sich an der Neuen Steig in Herisau. Bei der Gmündertobelbrücke wird die Schlussphase eingeläutet.

Bruno Eisenhut
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Das Vier-Millionen-Projekt an der Neuen Steig in Herisau wird zur Herausforderung. (Bild: bei)

Das Vier-Millionen-Projekt an der Neuen Steig in Herisau wird zur Herausforderung. (Bild: bei)

AUSSERRHODEN. Das Ausserrhoder Tiefbauamt hat kürzlich das Bauarbeitenprogramm 2013 veröffentlicht. Darin werden 34 Bauprojekte aufgelistet. Zehn davon betreffen Strassenaus- und Brückenneubauten, 16 dienen dem Unterhalt, der Sanierung oder Belagsarbeiten, und bei acht handelt es sich um Wasserbauprojekte. Budgetiert sind im Strassenbau Nettoinvestitionen von rund 19 Millionen Franken und im Wasserbau solche von rund 4,5 Millionen Franken.

Aufträge an Ausserrhoder Firmen

Wie Urs Kast, Leiter Strassen- und Brückenbau, auf Anfrage erklärt, sind etwa 75 Prozent der Auftragssumme für das Jahr 2013 vergeben; davon 70 bis 80 Prozent an Unternehmen mit Sitz in Appenzell Ausserrhoden. Den Zuschlag erhalte nicht der Anbieter mit dem billigsten, sondern mit dem besten Angebot, so Urs Kast. Nebst dem Preis werden Qualität, Erfahrung und Termineinhaltung als Vergabekriterien gewertet. Bei öffentlichen Ausschreibungen erhält das Tiefbauamt durchschnittlich zehn Angebote von Unternehmern.

Endphase Gmündertobelbrücke

Als grösste Herausforderung im laufenden Jahr bezeichnet Urs Kast das Vier-Millionen-Projekt an der Neuen Steig in Herisau. Dort wird die Strasse rundum erneuert und mit einem Trottoir ergänzt. Gleichzeitig baut ein privater Unternehmer das neue Steig-Center. «Solche Innerorts-Baustellen sind immer eine grosse Herausforderung», so Urs Kast. Die Koordination, der Lärm oder die teilweise eingeschränkten Zufahrtsmöglichkeiten würden von den Anwohnern viel Geduld verlangen.

Auch wird in diesem Jahr die Schlussphase des markanten Projekts bei der Gmündertobelbrücke eingeläutet. Voraussichtlich im Spätsommer soll diese wieder vollständig für den Verkehr freigegeben werden. Zudem fahren im Mittelland die Bagger auf der Strecke St. Gallen–Speicher–Trogen auf. Das Teilstück Speichererstrasse wird einer Gesamterneuerung unterzogen. Gleiches ist auch auf der Bühlerstrasse zwischen Bühler und Trogen vorgesehen. Weiter wird im laufenden Jahr die Kantonsstrasse von Hundwil nach Zürchersmühle im Bereich Munitionsdepot einer Gesamterneuerung unterzogen. Zweite Bauetappen werden auf den Strecken Thal–Lutzenberg, Reute–Altstätten und Trogen–Wald–Heiden ausgeführt.

Jüngst hat der Ausserrhoder Regierungsrat auch dem Vorhaben beim Knotenpunkt Kasernenstrasse–Nordhalde in Herisau zugestimmt. Die Zu- und Wegfahrt des dortigen Industriegebietes soll so gestaltet werden, dass die Verkehrssicherheit auf der Kasernenstrasse gewährleistet bleibt.

Deckbelag zwischen Kreiseln

Erhaltungsmassnahmen sind hauptsächlich im Appenzeller Hinterland geplant. So sind in Herisau in den Bezirken Kreuzweg, Baldenwil oder Schachen Belagserneuerungen vorgesehen. Gleiches gilt für die Teilstücke zwischen Schwellbrunn und Degersheim sowie zwischen Urnäsch und Schönengrund. Zu Verkehrsbehinderungen dürfte die Erneuerung des Deckbelags zwischen dem Migros- und dem Obstmarktkreisel in Herisau führen. In Bühler muss der Belag auf der Oberdorfstrasse saniert werden. Diverse kleinere Schlussarbeiten in verschiedenen Gemeinden runden das Bauprogramm des kantonalen Tiefbauamtes ab.

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