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Ausserrhoder Regierung äussert sich positiv zu Jufa-Hotel

Die Idee des SVP-Kantonsrats Ralf Menet, ein Jufa-Hotel nach Ausserrhoden zu holen, findet Anklang beim Regierungsrat. Wie Dölf Biasotto an der gestrigen Kantonsratssitzung mitteilte, sind erste Kontaktaufnahmen mit der Betreibergesellschaft sowie der Investorfirma bereits erfolgt.
Claudio Weder
So hätte die Südseite des Jufa-Hotels in Wildhaus ausgesehen. (Visualisierung: Jufa)

So hätte die Südseite des Jufa-Hotels in Wildhaus ausgesehen. (Visualisierung: Jufa)

Wenige Tage nachdem die Wildhauser Stimmbevölkerung den Gemeindebeitrag an das 21 Millionen teure Erlebnishotel der österreichischen Jufa-Kette abgelehnt hatte, reichte der Herisauer SVP-Kantonsrat Ralf Menet eine Interpellation beim Ausserrhoder Regierungsrat ein. Er bittet diesen, die Chancen eines solchen Hotelprojektes für den Geschäfts- und Individualtourismus zu beurteilen sowie entsprechende Finanzierungsmöglichkeiten und deren gesetzlichen Grundlagen zu prüfen. Im Namen der Regierung präsentierte Dölf Biasotto, Direktor des Departements Bau und Volkswirtschaft, an der gestrigen Kantonsratssitzung die Antworten.

Die Hotellerie Ausserrhodens hat schon rosigere Zeiten gesehen: Die kürzlich von der Tourismusorganisation Appenzell Ausserrhoden (ATAG) veröffentlichte Studie der HTW Chur zeigt auf, dass die Zahl der Logiernächte innerhalb der vergangenen zehn Jahre um fast ein Viertel gesunken ist. Laut Regierungsrat ist dieser Rückgang auf die Schliessung von Hotelbetrieben zurückzuführen. Gleichzeitig fehle es der Tourismusdestination Appenzell Ausserrhoden an neuen Hotels mit moderner Infrastruktur. Aufgrund dieser Ausgangslage begrüsst der Regierungsrat die Idee eines Jufa-Erlebnishotels in Ausserrhoden: «Weil die Jufa-Kette auf die Bereiche Familien und Erlebnisse setzt, würde ein solches Hotel den Individualtourismus in Ausserrhoden positiv beeinflussen», ist Dölf Biasotto überzeugt.

Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Standortgemeinde beurteilt der Regierungsrat als positiv: «Durch die Ansiedlung könnten neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Gewerbe und Bau würden von zusätzlichen Aufträgen profitieren.» Zudem würde ein solcher Hotelbetrieb zur Imagebildung beitragen – man nehme das Hotel Schwägalp als Beispiel. Zweitens könnte die Gemeinde, wenn nicht sogar die ganze Region, von der Hotelinfrastruktur profitieren. Denn ein Teil der Hotelanlage – wie etwa Seminarräume, Spielplätze, Wellnessbereich oder Schwimmbad – wären öffentlich zugänglich.

Erste Kontaktaufnahmen bereits erfolgt

Laut Regierungsrat Biasotto hat das Departement Bau und Volkswirtschaft unmittelbar nach dem Nein in Wildhaus mit der Investorfirma wie auch mit der Betreibergesellschaft Kontakt aufgenommen, um Möglichkeiten eines solchen Hotelprojektes zu diskutieren. «Eine Antwort ist bisweilen noch nicht eingetroffen – wir werden dieses Jahr aber nochmals nachfassen.»

Im Toggenburg scheiterte das Hotelprojekt letztlich am zu hohen Gemeindebeitrag. Aufgrund der öffentlich zugänglichen Infrastruktur hätte die Gemeinde einen Betrag von sieben Millionen Franken an die Finanzierung des Hotels beisteuern müssen. Eine Hotelinfrastruktur mit einem kantonalen Investitionsbeitrag zu unterstützen, ist laut Biasotto nicht im Aufgaben- und Finanzplan 2019-2021 des Kantons Appenzell Ausserrhoden vorgesehen. Der Regierungsrat wäre aber grundsätzlich bereit, für ein Jufa-Hotel ein zinsloses NRP-Darlehen zu gewähren.

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