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Ausserrhoder Pensionskasse soll Reserven aufstocken

Die kantonale Vorsorgeeinrichtung schreibt das schlechteste Ergebnis seit Jahren. Zu reden gibt im Kantonsrat die Minderung der Wertschwankungsreserven.
Alessia Pagani
Der Ausserrhoder Kantonsrat hat am Dienstag im Regierungsgebäude von der Jahresrechnung und dem Jahresberichts 2018 der Pensionskasse Kenntnis genommen. (Bild: APZ)

Der Ausserrhoder Kantonsrat hat am Dienstag im Regierungsgebäude von der Jahresrechnung und dem Jahresberichts 2018 der Pensionskasse Kenntnis genommen. (Bild: APZ)

In Ausserrhoden macht man sich Sorgen um die kantonale Pensionskasse (PKAR). Besser gesagt um deren Deckungsgrad. Dieser gibt Auskunft darüber, zu wie viel Prozent die Verpflichtungen mit Vermögenswerten gedeckt sind. Lag der Deckungsgrad im Jahr 2017 noch bei 112,6 Prozent, betrug er Ende vergangenen Jahres 105,4 Prozent. Ein zu tiefer Wert, findet die FDP. Deren Fraktionssprecher Patrick Kessler (Teufen) kam an der gestrigen Kantonsratssitzung zudem auf den Abfluss von rund 65 Millionen Franken aus den Wertschwankungsreserven zuhanden der Betriebsrechnung zu sprechen. Kessler:

«Die Reserven hätten aufgestockt und nicht abgebaut werden müssen»

Auch Alfred Wirz (PU, Urnäsch) nannte diese Auszahlung hoch und betonte, dass man mit einer Reserve von 52 Millionen Franken (5,4 Prozent) weit weg vom gesetzten Ziel sei. Dieses sieht einen Betrag von rund 172 Millionen Franken (17,7 Prozent) vor. Die CVP/EVP-Fraktion ging mit ihrer Forderung noch einen Schritt weiter: «Die Zielgrösse von 17,7 Prozent muss in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden», sagte Ursula Rütsche (Herisau). Die Vorsorgeeinrichtung hat das Jahr 2018 mit einem verfügbaren Vermögen von 1,03 Milliarden Franken abgeschlossen, das notwendige Vorsorgekapital beträgt 937 Millionen Franken. Die Rendite hat sich von plus 9,2 Prozent im Jahr 2017 auf minus 3,4 Prozent im Jahr 2018 verringert. Die meisten Anlageklassen haben das Jahr 2018 negativ beendet und viele Vorsorgeeinrichtungen haben den schlechtesten Abschluss seit der Finanzkrise im Jahr 2008 geschrieben. Vor allem Schwankungen im nationalen und internationalen Anlage- und Aktienmarkt haben der PKAR zu schaffen gemacht. Finanzdirektor Köbi Frei relativierte die Zahlen. Es handle sich immer um eine Momentaufnahme:

«Die Vorsorgeeinrichtung ist gesund.»

Die PKAR hat aufgrund des guten Anlagejahres 2017 Ende 2018 beschlossen, die Altersguthaben der aktiven Versicherten für das Jahr 2018 mit 1,75 Prozent statt mit einem Prozent zu verzinsen. Der Betrag liegt somit höher als der vom Bundesrat festgelegte Mindestzinssatz von einem Prozent.

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