Ausserrhoder Kulturpreis für Rosemarie Nüesch

HEIDEN. Am Mittwochabend treffen sich rund 180 Kulturschaffende, -vermittlerinnen und -förderer zum Kulturanlass. Dieser bietet seit sieben Jahren eine Plattform für Austausch und Begegnung. Regierungsrat Jürg Wernli gibt heuer zudem den Namen der Kulturpreisträgerin 2013 bekannt: Rosmarie Nüesch.

Guido Berlinger-Bolt
Drucken
Teilen
Rosmarie Nüesch (Bild: Hannes Thalmann)

Rosmarie Nüesch (Bild: Hannes Thalmann)

HEIDEN. Rosmarie Nüesch sei eine Persönlichkeit, die mit ihrer Arbeit in der Kulturvermittlung und -pflege grosse Verdienste habe, so Regierungsrat Jürg Wernli über Madame Grubenmann. So wird Rosemarie Nüesch seit Jahren liebevoll genannt, sie, die über mehr als ein halbes Jahrhundert Informationen, Dokumente und Pläne der Baumeisterfamilie Grubenmann gesammelt hat. Aus der Warte der Regierung, so der Vorsteher des Ausserrhoder Departements für Inneres und Kultur, sei der Zeitpunkt 2013 ideal; Anfang Juni dieses Jahres wurde in Teufen das umgebaute Zeughaus seiner neuen Bestimmung als Kulturort zugeführt. Die von Rosmarie Nüesch initiierte und aufgebaute Grubenmannsammlung war bisher im Dorfzentrum domiziliert. Er gehe davon aus, dass der Umzug letzten Sommer für Rosmarie Nüesch einen besonderen Schritt bedeutete, so Jürg Wernli, habe sie doch eigentlich ihr Lebenswerk übergeben.

Kulturelle Vielfalt sichtbar

Der seit 2005 jährlich stattfindende Kulturanlass stand ganz im Zeichen der kulturellen Vielfalt. Den künstlerischen Beitrag lieferten die St. Galler Rapper der Beat Dictator Crew (BDC); die vier jungen Männer schafften es, mit ihren Reimen und Beats, vor allem aber mit ihrer Energie ein in der Mehrzahl doch eher älteres Publikum mitzureissen.

In einem Fachreferat sprachen Kantonsbibliothekarin Heidi Eisenhut und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Iris Blum über einen ganz besonderen Teil des Bibliotheksbestands: über die Collectio Magica et Occulta, kurz CMO. 2009 übergab die Aeschbach-Stiftung Archiv und Bibliothek der ehemals in Stein angesiedelten Psychosophischen Gesellschaft. Deren Bibliothek umfasste 12 000 Bände zu den Themen Religion, religiöse Männerorden und Sekten, Anthroposophie, Zahlensymbolik, Esoterik, Spiritismus, Pädagogik um nur einige zu nennen. Die Psychosophische Gesellschaft hatte ihr Zentrum bis 1995 in der «Rose» in Stein; ihren Zenit überschritt sie in den späten 1960er-Jahren.

Hohe Beteiligung

Im dritten Teil, dem traditionellen Apéro, blieb viel Raum für Begegnungen unter den verschiedenen am Ausserrhoder Kulturleben teilnehmenden Personen. Die Anzahl Besucherinnen und Besucher war mit rund 180 rekordverdächtig hoch.

Die Beat Dictator Crew aus St. Gallen rappte im Kursaal Heiden – für einmal vor einem eher ungewohnten Publikum. (Bild: gbe)

Die Beat Dictator Crew aus St. Gallen rappte im Kursaal Heiden – für einmal vor einem eher ungewohnten Publikum. (Bild: gbe)

Aktuelle Nachrichten