Ausserrhoder Heimatschutz hat neues Vorstandsmitglied

WOLFHALDEN. An der Hauptversammlung des Heimatschutzes Appenzell Ausserrhoden in Wolfhalden schaute die Obfrau Eva Louis auf ihr erstes Jahr zurück. Der Schweizer Heimatschutz sei die führende Organisation im Bereich Baukultur.

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WOLFHALDEN. An der Hauptversammlung des Heimatschutzes Appenzell Ausserrhoden in Wolfhalden schaute die Obfrau Eva Louis auf ihr erstes Jahr zurück. Der Schweizer Heimatschutz sei die führende Organisation im Bereich Baukultur. Als Nichtregierungsorganisation mit schweizweit 27 000 Mitgliedern handle er weder gewinnorientiert noch sei er von staatlichen Stellen abhängig. «Trotz all der schönen Seiten waren die Herausforderungen im letzten Jahr gross und werden in der Zukunft nicht kleiner. Denn das Zerstören geht immer schneller als das Bauen», sagte die Obfrau.

Künzle in Vorstand gewählt

Nach seiner zehnjährigen Vorstandstätigkeit tritt der Architekt Ueli Sonderegger aus Heiden als Beisitzer zurück. Die Versammlung wählte den Architekten Thomas Künzle in den Vorstand. Künzle ist einige Jahre als Ortsbildberater für den Heimatschutz tätig. Seit fünf Jahren betreibt er ein Architekturbüro in Gais. Die Traktanden waren schnell abgehandelt. Die Rechnung schliesst mit einem Verlust von 7000 Franken bei einem Aufwand von 95 000 Franken.

Der Heimatschutz hat sich im vergangenen Jahr für die Beibehaltung der Ortsbildschutzzone im Baugesetz eingesetzt. In einer Stellungnahme zur Teilrevision des Baugesetzes forderte er unter anderem ein unabhängiges Beratungsgremium, um die Qualität der Baukultur zu erhalten. Die an das Departement Bau und Umwelt eingereichte Vernehmlassung zum Richtplan brachte die Regierung dazu, den Entwurf des revidierten Baugesetzes zurückzuziehen. Eine neue Vorlage soll im Sommer diskutiert werden. Der Heimatschutz fordert, dass die neue Vorlage der Baugesetzrevision intensiver als bisher von Fachleuten begleitet werden müsse.

Kulturgut zerstört

Der fünfjährige Kampf um den Brühlhof in Herisau fand im vergangenen Jahr ein Ende. Die Stimmbürger haben entschieden: Das geschützte Kulturgut muss dem Migros-Neubau weichen. Die Enttäuschung beim Heimatschutz ist gross und hinterlässt bei den Mitgliedern die Frage, was ein Schutz von Kulturgütern nütze, wenn diese ohne weiteres aus dem Schutz entlassen werden können. Im Anschluss referierte Christian Wagner, Professor für Architektur an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur, über die Weiterentwicklung von historischen Ortsbildern. (ks)

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