Ausserrhoden will neues Hundegesetz

HERISAU. Der Ausserrhoder Regierungsrat will das Hundegesetz von 1969 total revidieren. Wie er in einer Medienmitteilung schreibt, will er den Gesetzesentwurf bis zum 20. September in die Vernehmlassung schicken. Das neue Gesetz bringe eine Verbesserung der Sicherheit.

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HERISAU. Der Ausserrhoder Regierungsrat will das Hundegesetz von 1969 total revidieren. Wie er in einer Medienmitteilung schreibt, will er den Gesetzesentwurf bis zum 20. September in die Vernehmlassung schicken. Das neue Gesetz bringe eine Verbesserung der Sicherheit. Erreicht werden soll dies durch allgemeine Prävention gegen Konflikte mit Hunden, Pflichten für alle Hundehaltenden sowie griffige Massnahmen in Problemfällen.

Versicherung wird obligatorisch

Das neue kantonale Hundegesetz solle den Handlungsbedarf abdecken, der nach dem Scheitern des Hundegesetzes auf Bundesebene im Dezember 2010 entstanden ist. Mit einem Präventionsartikel wird dem Kanton ermöglicht, den sicheren und tiergerechten Umgang mit Hunden durch geeignete Präventionsmassnahmen zu fördern. Neu müssen alle Hundehaltenden obligatorisch über eine Haftpflichtversicherung verfügen und sich an grundlegende Pflichten halten.

Massnahmen bei Problemfällen

Verstärkt werden sollen die Massnahmen bei Problemfällen. Damit können die Behörden auf auffällige Hunde und ihre Haltenden reagieren. Einschränkungen sind neu nicht mehr nur nach erheblichen Verletzungen oder bei übermässigem Aggressionsverhalten eines Hundes möglich, sondern auch dann, wenn die Besitzenden keine verantwortungsbewusste Hundehaltung bieten.

Hundekontrolle und Erhebung der Hundesteuern laufen neu über die Gemeinden. Im Gegenzug übernimmt der Kanton die Anordnung von Massnahmen zur Einschränkung der Hundehaltung im Einzelfall. (kk)

Vernehmlassungsunterlagen auf www.ar.ch/vernehmlassungen.

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