AUSSERRHODEN: Sieben Projekte erhalten Geld aus Kulturfonds

Der Regierungsrat hat Beiträge für verschiedene Kunstprojekte gesprochen. Diese werden im Kulturblatt «Obacht Kultur» Nr. 27 näher vorgestellt. Das Heft wird dieser Tage verschickt.

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Der Ausserrhoder Regierungsrat hat Mitte März die erste Tranche von Fördergesuchen um Beiträge aus dem Kulturfonds behandelt. Auf Empfehlung des Kulturrates hat er sieben Projekten eine Unterstützung zugesprochen. Es handle sich dabei um inhaltlich und formal sehr unterschiedliche Vorhaben, die qualitativ zu überzeugen vermögen, schreibt die Kantonskanzlei in einer Mitteilung.

Gefördert werden zum einen zwei Theaterprojekte: Das nationale und mehrsprachige Theaterereignis zum 100. Jahrestag des Landesstreiks 2018 in Olten erinnert an ein für die Schweiz prägendes Ereignis. Aus allen Kantonen sind Gastgruppen eingeladen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden sind durch die Gruppe «Varain» vertreten. Ein Beitrag geht an das Theaterfestival für ein junges Publikum «Jungspund», das Ende Februar/Anfang März 2018 in St. Gallen stattfindet und eine Vielzahl von Produktionen von Schweizer Gruppen zeigt. Ein dritter Förderbeitrag geht an die Werkschau des Manor Kunstpreisträgers Georg Gatsas, die im November im Kunstmuseum St. Gallen stattfindet. Es ist dies die erste Einzelausstellung des Künstlers und mit der Herausgabe einer Publikation verbunden.

Unterstützt werden weiter die dritten Appenzeller Bach-Tage von 2018. Neben dem vielfältigen Programm und einem Jugendprojekt ist als Erweiterung ein Einbezug der visuellen Kunst vorgesehen. Charles Linsmayer, der im Februar mit dem grossen Preis für Vermittlung des Schweizerischen Literaturpreises ausgezeichnet wurde, wird in der Edition Reprinted by Huber ein Lesebuch der Autorin Helen Meier herausgeben. Es entsteht in Zusammenarbeit mit der Autorin und macht einige wichtige Werke der Schriftstellerin wieder zugänglich.

Sigurd Leeder (1902 bis 1981), Tänzer, Choreograph, Tanzpädagoge, hat die Entwicklung des Tanzes im 20. Jahrhundert entscheidend mitgeprägt. Von 1965 bis 1981 lebte er in Herisau und führte die «Sigurd Leeder School of Dance». Vier Absolventinnen dieser Schule, die in der Tanzszene Ostschweiz aktiv sind, machen Leeders tanzpädagogisches Vermächtnis mit Hilfe von jungen Tänzerinnen mittels einer DVD für die kommende Generation einsehbar. Ein letzter Förderbeitrag wurde an die seit 2013 von den drei Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Thurgau und St. Gallen gemeinsam betriebene Online-Plattform «kklick – Kulturvermittlung Ostschweiz» gesprochen. Nach der erfolgreichen Pilotphase gilt es in der zweiten Phase (2017 und 2018) die Plattform zu konsolidieren und weiter zu entwickeln. «kklick» gilt in der Schweiz als beispielhaft, ist es doch die einzige Plattform, die von mehreren Kantonen betrieben wird.

Der Regierungsrat hat zudem von den Entscheiden Kenntnis genommen, die das Departement Bildung und Kultur in der Zeit von Mitte Oktober 2016 bis Mitte Februar 2017 in eigener Kompetenz gefällt hat. Insgesamt wurden 60 Gesuche behandelt, wovon 46 Projekten eine Unterstützung in der Höhe von insgesamt 99 928 Franken gewährt wurden. Die detaillierte Liste sowie nähere Angaben zu den vom Kulturrat und Regierungsrat behandelten Projekten sind im «Obacht Kultur» Nr. 27 nachzulesen.

Die neue Nummer des Ausserrhoder Kulturblattes wird dieser Tage verschickt. Es widmet sich dem Friedhof. Orten, die die Lebenden aufsuchen, um die Verstorbenen zu «besuchen» und ihrer zu gedenken. Orte, wo die Toten in einer Gemeinschaft mit anderen Verstorbenen aufgehoben sind. Orte des Übergangs, der Ruhe, der Zeitlosigkeit.

Die aktuelle Ausgabe von «Obacht Kultur» kann beim Amt für Kultur (kultur@ar.ch) bezogen werden. (kk)

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